Was sein Nachwuchs darüber denktSido: „Meine Kinder haben mich beim Kiffen gesehen“

Sido bei der Premiere des Kinofilms 'Nur ein Augenblick' im Kino Filmkunst 66. Berlin, 13.08.2020
Rapper Sido spricht im Stern-Interview offen über seinen Cannabis-Konsum. (Archivbild)
R4179 Frederic Kern/Geisler-Fotopress, picture alliance

Kleinlaute Worte vom Rüpel-Rapper! „Meine Kinder haben mich beim Kiffen gesehen“, gibt Sido offen zu – und die fanden das wohl gar nicht so cool. Im Interview mit dem Stern erklärt der 42-Jährige, was seine Kinder zu seinem Cannabis-Konsum sagen und warum ihm das Thema Legalisierung so wichtig ist.

Paul Würdig: „Cool fanden sie es trotzdem nicht“

Sido, der mit bürgerlichem Namen Paul Hartmut Würdig heißt, hat vier Söhne: der Älteste ist 23, der Jüngste gerade einmal sieben. Im Stern-Interview gibt er zu, dass es auch schon vorgekommen ist, dass sie ihn beim Konsum erwischt haben. „Aber die Jüngeren wussten lange nicht, dass das keine Zigaretten sind, wie bei anderen Vätern. Cool fanden sie es trotzdem nicht“, so Würdig.

Und weiter: „Sie wollen nicht, dass ich rauche, egal was.“ Deshalb habe er das in ihrer Gegenwart stark reduziert, konsumiere aber dennoch. Wie er in der Erziehung seiner Kinder mit dem Thema Cannabis umgeht und inwiefern es für ihn als Einstiegsdroge gilt – das komplette Interview können Sie hier bei stern Plus lesen.

Sido: Drogen-Absturz nach Trennung

Nach der Trennung seiner Frau Charlotte Würdig, die im März 2020 öffentlich wurde, geriet Paul Würdig in einen gefährlichen Drogenrausch. Mit Hilfe seiner Ex-Frau und Musiker-Kollege Kool Savas, gelang ihm schließlich im Jahr 2022 endlich der Absprung: Der Rapper zog sich aus dem Drogensumpf und begab sich in eine stationäre, psychiatrische Behandlung. Wie gefährlich Drogen sein können, hat er also am eigenen Leibe erfahren müssen.

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Im Video: Charlotte Würdigs erstes Interview nach der Trennung von Sido

Sido setzt sich für Cannabis-Legalisierung ein

Das Kiffen werde er dennoch nicht drangeben. Der Grund: „Mir ist es auch wirklich wichtig zu zeigen, dass Cannabis mehr kann, als nur high zu machen”, so Würdig zu stern. Der 43-Jährige macht sich jetzt auch als Unternehmer stark für die Legalisierung von Cannabis. Sein Antrieb: „Ich habe einen guten Freund, der Tourette hat. Mit medizinischem Cannabis kann er seine Tics besser kontrollieren. Es gibt mittlerweile Studien zu einigen Krankheitsbildern, bei denen eine Behandlung mit Cannabis sinnvoll sein kann.“

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie ab Dienstag, 11. Juli 2023 bei stern Plus unter www.stern.de/33634278