Nach Attacke auf RTL-Team

Rapper Fler von Polizei in Berlin-Zehlendorf verhaftet - es bestand Fluchtgefahr

10. März 2020 - 15:57 Uhr

Staatsanwalt Martin Steltner zur Verhaftung von Rapper Fler: "Haftgründe sind Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr"

Rapper Fler wurde am Dienstag (10. März) in Berlin Zehlendorf festgenommen. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin. Weil bei Patrick Losenský, so sein bürgerlicher Name,  Fluchtgefahr und Verdunkelungsgefahr bestand, schlug die Polizei nun zu.

Der 37-Jährige hatte am 2. März ein RTL-Kamerateam angegriffen und den Kameramann krankenhausreif geschlagen. Anschließend hatte er nicht nur die Kamera entwendet, sondern auch die darin enthaltene Speicherkarte. Die Kamera hatte er zwar danach zurückgegeben, nicht jedoch die Speicherkarte. Auf diese Speicherkarte beziehe sich nach Staatsanwalt Martin Steltner jetzt auch der Haftvorwurf. Weil bei dem Rapper Fluchtgefahr und Verdunkelungsgefahr bestünde, wurde Fler nun festgenommen. Das ganze Statement von Staatsanwalt Martin Steltner gibt es im Video.

Shahak Shapira: "Wer Menschen schlägt, muss mit Konsequenzen rechnen."

Zuvor hatte sich die Polizei bereits in einen Social-Media-Streit zwischen Fler und dem Komiker Shahak Shapira sowie einer Feministin eingeschaltet. Beide hatte der Rapper online beleidigt und bedroht, auf die Frauenrechtlerin sogar ein Kopfgeld ausgesetzt.

Auf RTL-Anfrage sagte der Komiker Shahak Shapira nun: "Wer Menschen schlägt, bedroht und ein Kopfgeld auf sie setzt, muss mit Konsequenzen rechnen. Es ist kein Spiel mehr und kein PR-Stunt und niemand muss sowas hinnehmen, deshalb haben wir auch rechtliche Maßnahmen eingeleitet. Eine Kunstfigur ist keine Ausrede für schlechtes Benehmen im wahren Leben."

Auch die Frauenrechtlerin Olivia B. befürwortet die Festnahme Flers. "Ich denke über die Festnahme von Fler, dass es ein wichtiges Zeichen ist für alle Betroffenen. Aktuell fühle ich mich gleich sicher bzw. unsicher. Aktuell zeichnete sich das Bild ab, dass alle Handlungen ohne Folgen bleiben- was jetzt durch die Festnahme aber ein gutes Signal in eine bessere Richtung gibt. Ich hoffe, dass es künftig nicht mehr zu so einer Situation kommen muss."