Russe nicht F1-tauglich

Ralf Schumacher: Mazepin-Aktion "lebensgefährlich"

Das Duelle zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin belastet Haas.
Das Duelle zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin belastet Haas.
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05. September 2021 - 18:57 Uhr

Mazepin drängt Schumacher ab

Die Situation bei Haas gerät langsam, aber sicher außer Kontrolle – das Duell zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin aus den Fugen. Beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort wären die beiden "Teamkollegen" beinahe gecrasht. Kurz nach dem Start fuhr Mazepin auf Höhe der Boxengasseneinfahrt Schumacher in die Parade, drängte ihn ab. Ein Beinahe-Crash, der Mick den Frontflügel kostete. Und Ralf Schumacher auf die Palme brachte. Der Ex-F1-Pilot fordert Konsequenzen.

"Ein absolutes No-Go unter Teamkollegen"

"Solche Sachen sind sehr gefährlich. Frontflügel und Vorderrad sind ganz nah beieinander, an der Boxeneinfahrt. Wenn da irgendetwas passiert, wer auch immer da reinfliegt, ist mause*…und so weiter. Wir wollen uns gar nicht ausmalen, was da passieren kann. So etwas muss der Teamchef verhindern, ein absolutes No-Go unter Teamkollegen", sagte Schumacher am Sky-Mikro.

"Man könnte ihn dort gegen die Mauer drücken. Das ist brandgefährlich, das ist lebensgefährlich", wetterte der ehemalige Formel-1-Pilot. "Nikita scheint überfordert, frustriert, da muss Günther Steiner handeln. Günther hat mal gesagt: 'Der eine bringt Talent mit, der andere Geld'. Aber Geld kann nicht der Grund sein, seinen Teamkollegen zu gefährden", sagte Schumacher mit Blick auf Haas-Teamchef Günther Steiner. Und legte nach: "Nein", lautete die klare Antwort am Sky-Mikro, ob Mazepin F1-tauglich sei. Zur Erinnerung: Nikitas Vater Dmitry gehört zu den Großsponsoren des Rennstalls.

"Was macht er da?"

Und die Fahrer? Mazepin bezeichnete den Vorfall als "hartes Racing". Nicht mehr, nicht weniger. Eine Perspektive, die Schumacher nicht teilt: "Das war nicht korrekt. Aber ich werde es teamintern besprechen. Es ist nicht so mein Ding, es in den Medien zu machen. Das ist eher sein Ding. Sergio (Perez) ist auch zu mir gekommen und hat gefragt: 'Was macht der da?'" Und da ist er wohl nicht der Einzige, der sich diese Frage stellt – Woche für Woche. (tme)