Party-Time mit 70.000 Fans

Sieg in Zandvoort: Verstappen versetzt Oranje in Ekstase

Party in den Dünen: Bei Max Verstappens Heimsieg drehen die Oranje-Fans durch
Party in den Dünen: Bei Max Verstappens Heimsieg drehen die Oranje-Fans durch
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05. September 2021 - 19:57 Uhr

Ein Tollhaus in Orange

Was für eine irre Formel-1-Party in Zandvoort: Max Verstappen hat beim Heim-GP den siebten Sieg der Saison gefeiert. Und wie! 70.000 frenetische Oranje-Fans verwandelten das Rennen in ein Tollhaus. Ein fantastischer Rahmen für das F1-Comeback der Niederlande, wo zuletzt 1985 die Königsklasse gastierte. Auf dem schwierigen Dünen-Parcours verwies der Red-Bull-Pilot in einem Strategie-Schachspiel über 72 Runden Lewis Hamilton (Mercedes) auf Platz 2. Als Dritter raste Hamiltons Wingman Valtteri Bottas über die Ziellinie.

Verstappen WM-Leader

"Es ist einfach unglaublich hier. Ich bin so glücklich, hier gewonnen zu haben. Ein wundervoller Tag mit diesem tollen Publikum", sagte Verstappen. Mit dem Sieg beim Heim-GP übernimmt Verstappen wieder die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft, liegt nun drei Zähler vor Rekordweltmeister Hamilton (221,5 Punkte), der sich auf der Schlussrunde noch den Extra-Punkt für die schnellste Rennrunde holte. "Die letzte Runde war die beste. Welch ein Rennen, welch ein Publikum. Ich habe alles gegeben, aber die waren zu schnell für uns", betonte Hamilton.

Unter ferner liefen drehte Sebastian Vettel einsam seine Runden. Von Platz 15 gestartet, hatte der viermalige Weltmeister mit den Punkterängen zu keinem Zeitpunkt etwas zu tun, landete am Ende auf Rang 13 hinter Aston-Martin-Teamkollege Lance Stroll. Ein Trost: Schon am kommenden Wochenende kann Vettel sich beim GP in Monza rehabilitieren.

Immer wieder Ärger bei Haas

Einen gebrauchten Tag erwischte Mick Schumacher. Schon in Runde 5 musste er sich nach einem Scharmützel mit Haas-Kollege Nikita Mazepin einen neuen Frontflügel in der Box holen. Mal wieder leistete sich der Russe einen Aussetzer, fuhr seinem Teamkollegen ohne Not in die Parade. Ein völlig fahrlässiges Manöver. Und nicht das erste von Mazepin in dieser Saison.

Das Ende vom Lied: Schumacher Letzter, Aus für Mazepin in Runde 44 wegen Hydraulikproblemen. Und immer wieder Ärger im Hause Haas. Auf Teamchef Günther Steiner wartet nach diesem Rennwochenende (mal wieder) viel Arbeit, um Ruhe ins "Team" zu bringen. (tme)