Vier Unfälle verursacht

Möglicher Serientäter löst Schrauben an Autoreifen - schon 24 Opfer

02. Juli 2020 - 12:36 Uhr

Buchdorf: Möglicher Serientäter lockert nachts die Schrauben an Autoreifen

Im bayerischen Buchdorf hat ein mutmaßlicher Serientäter bei 24 Autos die Schrauben an einem Rad gelockert und deren Fahrer damit in Lebensgefahr gebracht. Vier Unfälle hat er bisher schon verursacht, verletzt wurde zum Glück niemand. Unser Test im Video zeigt, wie gefährlich das sein kann.

Opfer bemerken ihre lockeren Radmuttern nicht

Thomas Spiller ist eines der Opfer. Er war gerade auf der Landstraße unterwegs und erzählt RTL von seinem Beinahe-Unfall: "Wir hörten auf einmal so ein Klackern. Und dann habe ich auch schon gesehen, wie uns der Reifen überholt hat." Vorher hatte er nicht bemerkt, dass die Schrauben an seinem Rad locker waren.

Methode macht Serientäter besonders gefährlich

Genau das macht den Täter so gefährlich, sagt Polizeihauptkommissar Stephan Rosmanith. "Weil der Täter oder die Täterin die Radschrauben nur so weit lockert, dass sichteilweise erst 60 bis 80 Kilometer später das Rad lockert. Wenn Sie schon Geschwindigkeiten von über 100 km/h fahren. Und dann irgendwann geht es ganz schnell."

Die Polizei ermittelt momentan noch wegen versuchter Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Denn bisher gab es bei den Unfällen glücklicherweise nur Sachschäden.

Möglicher Serientäter lockert immer das linke Vorderrad

Der Täter lockert immer die Schrauben am linken Vorderrad. Deshalb geht die Polizei von einem Serientäter aus. Weil das bekannt geworden ist, könnte es aber auch Nachahmer geben oder gegeben haben, warnt Kriminalist und Profiler Axel Petermann bei RTL. Er hat außerdem eine Vermutung zum Motiv: "Ich denke schon, dass der Täter einen Lustgewinn daraus zieht.Oder, dass er sich anerkannt und bestätigt fühlt." Möglich seien auch Aggressionen gegen Autofahrer, die er so auslebe.