Trend-Beilagen im Ernährungscheck

Bulgur, Quinoa & Couscous: Weniger Kalorien und gesünder als Nudeln?

23. August 2021 - 11:31 Uhr

Dieses "Superfood" ist am gesündesten

In angesagten Restaurants stecken sie in Bowls, Salaten und Snacks, in jedem gut sortierten Supermarkt stehen sie heutzutage neben Reis und Nudeln: Bulgur, Couscous und Quinoa sind echte Trend-Beilagen, die inzwischen bei vielen Deutschen ihren festen Platz auf der Einkaufsliste haben. Aber sind sie wirklich gesünder als zum Beispiel gewöhnliche Spaghetti? Kann man mit ihnen vielleicht sogar einfacher abnehmen und trotzdem satt werden? Welche der Beilagen pro Portion am wenigsten Kalorien hat und warum, sehen Sie im Video!

Couscous und Bulgur: Weizen-Alternativen zu Nudeln

Eins direkt vorweg: Wer mit einer Low-Carb-Diät liebäugelt, ist bei Couscous und Bulgur nicht ganz an der richtigen Adresse, denn bei beiden handelt es sich um Produkte aus Hartweizen. "Kohlenhydrate sind das alles", stellt Gesundheitspädagogin Anja Abel klar. "Aber Reis und Nudeln werden manchmal vielleicht eher mit einer fettigen Sahnesoße gegessen, Couscous und Bulgur vielleicht eher mit einer leichten Gemüsesoße oder Tomaten drin." Nicht was man esse, sondern wie, mache oft den Kalorien-Unterschied aus, so die Expertin.

Um für Abwechslung auf dem Esstisch zu sorgen, eignen sich Couscous und Bulgur trotzdem allemal: "Das ist ja einfach mal was Neues für den Gaumen", findet Abel. Denn während bei Nudeln der Hartweizen zu einem Teig verarbeitet wird, wird er bei Couscous gemahlen, befeuchtet und anschließend zu kleinen Kügelchen zerrieben. Für Bulgur wird der Hartweizengrieß erst eingeweicht, dann dampfgegart und schließlich in unterschiedliche Feinheitsgrade gemahlen. In der nordafrikanischen Küche beziehungsweise im Vorderen Orient sind beide absolute Grundnahrungsmittel.

LESE-TIPP: 4 Sattmacher-Rezepte mit Bulgur, Couscous, Quinoa und Co.

Quinoa: Glutenfreies Superfood

Bei Quinoa sieht es tatsächlich anders aus: Das "Gold der Inkas" stammt ursprünglich aus Südamerika, ist ein sogenanntes Pseudogetreide – und somit glutenfrei. Die Körnchen enthalten zweimal so viel Eiweiß wie zum Beispiel Reis, außerdem wichtige Nährstoffe, Enzyme, B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, erklärt Abel. In dieser Hinsicht sei Quinoa also tatsächlich ein Superfood. "Und es hat vor allem ein Eiweißprofil, wo alle Eiweiße, die der Körper von außen braucht, schon enthalten sind." Ein weiterer Vorteil: "Es setzt ganz langsam die Energie frei, da es viele Ballaststoffe enthält." Somit sei es "nichts, was so richtig reinschießt" wie etwa Nudeln – und damit auch wirksam gegen Heißhungerattacken.

Einen Tipp hat die Ernährungsberaterin noch: "Man sollte auch unsere heimischen europäischen 'Superfoods' nicht außer Acht lassen, zum Beispiel: Meerettich, Zwiebeln, Feldsalat, Leinsamen." Wenn es um wertvolle Lebensmittel geht, müsse man also nicht zwingend auf "exotische" Zutaten zurückgreifen. (rka)