Briten-Königin überließ nichts dem Zufall

Sie war auch eine Orga-Queen! So erfüllte sich Elizabeth II. ihren letzten Wunsch

Die Queen hatte ganz exakte Vorstellungen und Wünsche, was den Ablauf der Trauerfeier anbelangt.
Die Queen hatte ganz exakte Vorstellungen und Wünsche, was den Ablauf ihrer Trauerfeier anbelangt.
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Sie war nicht nur die Königin der Herzen, sondern ganz offensichtlich auch die Königin der Organisation! Queen Elizabeth II. (†96), deren Staatsbegräbnis vier Milliarden Menschen im TV mitverfolgt haben sollen, hatte ganz genaue Vorstellungen von ihrer letzten Reise. Und einen finalen Wunsch, der sich fernab der Augen der Weltöffentlichkeit erfüllen sollte.

Für diesen Moment sperrte die Queen fast alle aus

2.000 geladene Gästen, darunter Staatschefs wie US-Präsident Joe Biden (79) – der in der Kirche übrigens sehr weit hinten saß –, wohnten der Jahrhundert-Trauerfeier am 19. September in London bei – und alle Welt schaute dabei zu. Doch ein Akt der minutiös geplanten Feierlichkeiten schloss auf Wunsch der Monarchin am Ende fast alle Zuschauenden aus.

Denn nach dem bewegenden Gottesdienst in der Westminster Abbey und der anschließenden Zeremonie in der St. George's Chapel, wo der Sarg ins Königliche Gewölbe herabbgelassen wurde, folgte am Abend eine deutlich persönlichere Verabschiedung. Fernab der TV-Kameras, im engen Familienkreis, begleiteten ihre engsten Vertrauten die Regentin dann auf ihrem allerletzten Weg. Denn auch das war der Wunsch der tierlieben Herrscherin, die alles vorab genauestens durchgeplant hatte: Ein letztes Goodbye unter den ihr nahen Menschen in der Krypta der Kapelle, um dann ihre letzte Ruhe neben ihrem verstorbenen Mann Philip (†99) und ihren Eltern zu finden. Hierfür wurde ihr Sarg dann schließlich im Rahmen der Zeremonie am Abend noch umgebettet.

Prinz Philip starb im April 2021, rund anderthalb Jahre vor der Queen.
Prinz Philip starb im April 2021, rund anderthalb Jahre vor der Queen.
www.imago-images.de, imago images/Frank Sorge, Foto via www.imago-images.de

Riesiger Staatsakt und riesige Trauer um die Queen

Über 70 Jahre lang hatte Englands ikonische Königin mit den legendär farbenfrohen Outfits auf dem Briten-Thron gesessen. Eine Langzeit-Queen, wie die Welt sie zuvor noch nie gesehen hatte – kein Royal hatte länger als sie geherrscht.

Überall auf der Welt verfolgten die Menschen die bewegenden Bilder: Jene von Herzogin Meghan (41), die um die Oma ihres Mannes Harry weinte. Oder jene von Prinzessin Charlotte (7) und Prinz George (9), die tapfer dem Mega-Akt zu Ehren ihrer Uroma beiwohnten und das Netz begeisterten. Sogar Queen-Lieblingspferd Emma sagte Lebewohl, ebenso wie die Corgis der Queen, die ihr Frauchen verabschiedeten. (nos)