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Polizei stürmt Haus in Itzehoe: Soldat soll Waffen, Sprengstoff und Minen gehortet haben

Kampfmittelräumdienst im Einsatz

Polizei stürmt Haus in Itzehoe: Soldat soll Waffen, Sprengstoff und Minen gehortet haben

Auch Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst waren in Itzehoe im Einsatz. Dort war in den frühen Morgenstunden ein Wohnhaus gestürmt worden. Die Polizei stellte Waffen sicher.
Auch Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst waren in Itzehoe im Einsatz. Die Polizei stellte Waffen sicher.
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Mitten in der Nacht auf Sonntag haben Spezialkräfte der Polizei ein Wohnhaus im Itzehoer Stadtteil Wellenkamp gestürmt. Dort sollen die Einsatzkräfte auf größere Mengen Waffen gestoßen sein. Wohnungsbesitzer ist einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge ein 22-jähriger Bundeswehrsoldat, der demnach angeblich in den Krieg gegen Russland ziehen wollte. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bisher nicht.

Razzien in mehreren Bundesländern - Ermittlungen gegen fünf Beschuldigte

Bei der Durchsuchung des Wohnhauses in Schleswig-Holstein sind am Sonntagmorgen Waffen gefunden worden. Der Kampfmittelräumdienst wurde hinzugezogen, wie Polizei und ein Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft bestätigten. Die Razzia war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Teil eines länderübergreifenden Einsatzes.

Demnach habe es in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gegeben. Ermittelt werde gegen fünf Beschuldigte. Die Ermittlungen befänden sich in einem frühen Stadium. Zum Tatvorwurf äußerte sich der Oberstaatsanwalt nicht - ebenso wenig dazu, ob es Festnahmen gegeben hat.

Wollte Soldat in Kriegsgebiet reisen und gegen Russland kämpfen?

Nach Informationen der „Bild“ soll ein Soldat der Bundeswehr in Itzehoe „offenbar verschiedene Waffen, Munition und Sprengstoff gehortet haben“. Unter anderem sollen Bomben und Minen von den Beamten sichergestellt worden sein. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag schreibt unter Berufung auf unbestätigte Angaben mehrerer Nachbarn, dass es sich um einen Bundeswehrangehörigen handeln soll. Angeblich soll der Mann konkrete Pläne gehabt haben, in die Ukraine auszureisen, die die Polizei mit dem Zugriff vereitelt habe.

Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin bestätigte auf dpa-Anfrage, dass es in Itzehoe einen „Vorfall“ gegeben habe, verwies aber für Details an die Polizeibehörden. Eine Bestätigung, dass es sich bei dem Betroffenen um einen Soldaten handelt, gab es aus dem Bundesministerium und von der Staatsanwaltschaft zunächst nicht. (dpa/cwa)