„Platz der Kinderrechte" in Köln

Skater stören Anwohner

21. April 2021 - 18:40 Uhr

Viele Sport- und Freizeitangebote für Kinder sind wegen Corona zur Zeit gestrichen.

Deswegen suchen sich die Kids oft andere Beschäftigungen und Orte zum Spielen. In Köln sorgt das jetzt für Ärger. Anwohner einer modernen Neubau-Wohnanlage beschweren sich über Lärm. Sie wollen den Kids das Skaten am liebsten verbieten. Ausgerechnet auf dem Platz, der "Platz der Kinderrechte" heißt.

Einige Anwohner sollen wegen des Skate-Lärms sogar schon ihre Eigentumswohnung hier wieder verkauft haben.

Platz macht nicht das erste Mal Ärger

Bevor der Platz in "Platz der Kinderrechte" umbenannt wurde, hieß er "Heinz-Mohnen-Platz". Aber wegen der Nazi-Vergangenheit des ehemaligen Oberstadtdirektors benannte die Stadt den Platz um.

Jetzt sollen hier ausgerechnet Kinder nicht mehr Skateboard fahren dürfen. Dass der Platz Skater anziehen würde, war der Stadt wohl schon vorher klar. Die Baufirma befestigte zum Schutz der Kanten auf den Mauern extra Haken. Die Skater fahren trotzdem - zum Leid der Anwohner.

Einige haben sogar Kies verteilt, um den autofreien Platz für die Kids unattraktiver zu machen. Bei denen gilt er nämlich als regelrechtes Skater-Paradies.

Skate-Park soll gebaut werden

Von solchen Plätzen gibt es in der Gegend nur wenige, weiß auch Simone Tzotschew. Sie kann beide Seiten verstehen, will sich aber für die Kids einsetzen. Sie hat deswegen eine Petition gestartet. Die Kids sollen einen richtigen Skate-Park bekommen. Eine Idee, die auch bei der Bezirksbürgermeisterin gut ankommt. Ein Platz soll schon gefunden worden sein. Ein Parkplatz, knapp zwei Kilometer entfernt. Die alternative Skate-Anlage soll noch 2021 gebaut werden.