Weil er nicht hören wollte

Tirol: Vater stopfte Sohn (3) Pfefferoni in den Mund

Ein Tiroler wurde zu einer Geldstrafe verdonnert, nachdem er seinen Sohn mit einer Pfefferoni gequält hatte.
Ein Tiroler wurde zu einer Geldstrafe verdonnert, nachdem er seinen Sohn mit einer Pfefferoni gequält hatte.
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24. November 2021 - 10:16 Uhr

Vater wird Geldstrafe aufgebrummt

Er wollte einfach nicht hören und warf mit Schimpfwörtern um sich. Weil es einem Tiroler Vater irgendwann zu viel wurde, stopfte er seinem Sohn (3) eine Pfefferoni in den Mund. Das Kind erlitt dadurch eine kleine Rissquetschwunde an der Lippe, die durch die scharfen Pfefferoni höllisch schmerzte. Nun musste sich der Vater vor Gericht verantworten.

Mehrfacher Vater lebt in Scheidung

"Mein Sohn hat mir Schimpfwörter entgegengeschleudert und auf Ermahnungen nicht reagiert", schilderte der Angeklagte gegenüber der Kronenzeitung. Daraufhin habe er ihm als Maßregelung Pfefferoni in den Mund geschoben.

Zeugen waren andere Familienmitglieder, die den Vorfall schließlich anzeigten. Quälen oder Vernachlässigen von Unmündigen, nennt das Gesetz so etwas.

Urteil: 5400 Euro Geldstrafe

Schon im Vorfeld hatte es Ärger zwischen dem Busfahrer und seinem Sohn gegeben. Weil das Kind auch am Tag zuvor nicht hören wollte und auf Ermahnungen nicht reagierte, drohte ihm der Vater mit einem erhobenen Stuhl. Der Junge weinte daraufhin und musste getröstet werden. Der Vater lenkte dann ein und spielte den Vorfall runter. "Nachher haben wir aber wieder zusammen Fernsehen geschaut", so der Vater.

"Na ja, einem kleinen Kind bleibt doch gar nichts anderes übrig, als sich mit seinen Eltern wieder zu verstehen", entgegnete die Richterin.

Die Strafe für den Vater: 5400 Euro. Der 40-Jährige nahm dies an. Weil er von keinem Anwalt vertreten war, ist das Urteil aber noch nicht rechtskräftig. (kronenzeitung/jar)