Moderatorin Michaela Koschak schildert widerliche Taten

Penisbilder an TV-Wetterfee geschickt: Stalker zu 20 Monaten Knast verdonnert

Mike H. wurde vom Amtsgericht Plauen wegen Stalkings verurteilt.
Mike H. wurde vom Amtsgericht Plauen wegen Stalkings verurteilt.
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01. Oktober 2021 - 19:06 Uhr

Wetterfee Michaela Koschak monatelang gestalkt

Über Monate stalkte Mike H. (49) TV-Wetterfee Michaela Koschak (44), schickte ihr Fotos von seinem erigierten Penis. Einige der widerlichen Nachrichten, die auf dem Handy der MDR-Moderatorin landeten, las Richterin Sabine Körner im Prozess vor dem Amtsgericht Plauen vor. Am Donnerstag verurteilte sie den 49-Jährigen zu 20 Monaten Haft. Wegen insgesamt 16 Vorstrafen sitzt Mike H. bereits im Gefängnis, wie "Tag24" berichtet.

Mike H. schickte MDR-Moderatorin Fotos von seinem Geschlechtsteil

Erst wollte er nur ein Autogramm, doch zwischen 2019 und 2020 belästigte H. die Wetterfee immer wieder. "Es folgte ein Heiratsantrag, was für mich noch nichts Schlimmes bedeutete", erklärte Michaela Koschak, die als Zeugin geladen war. "Dann aber kamen merkwürdige Bilder." Mike H. schickte ihr Fotos seines Geschlechtsteils, erstellte Collagen.

Auf E-Mails folgten SMS- und Whatsapp-Nachrichten. "Keine Ahnung, wie er an meine Handynummer gekommen ist. Die gebe ich eigentlich nie raus", sagte Koschak. Laut "Tag24" beschrieb der 49-Jährige sogar detailliert, welche sexuellen Handlungen er an der Moderatorin vornehmen wolle.

MDR-Wettermoderatorin Michaela Koschak
MDR-Wettermoderatorin Michaela Koschak wurde von einem Stalker belästigt.
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Eigener Anwalt nennt Mike H. krankhaften Exhibitionisten

Michaela Koschak zeigte den Stalker an, daraufhin bedrohte er sie. "Ich hatte schon Angst, als meine Rollläden mal nicht runtergingen oder mir mein Handtuch am See geklaut wurde", berichtete die Moderatorin. Sie ist bei weitem nicht das einzige Opfer: Viele weiteren Frauen erhielten dem Bericht zufolge von Mike H. Nachrichten mit aufdringlichen Texten.

Sein Anwalt hatte für ihn einen Freispruch gefordert. Die Begründung: Der 49-Jährige sei ein krankhafter, alkoholsüchtiger Exhibitionist und deshalb vermindert schuldfähig. (bst)