Sie wollte in den Bundestag

Grünen-Kandidatin blamiert sich bei Fragerunde

Irina Gaydukova wollte für die Grünen in den Bundestag
Irina Gaydukova wollte für die Grünen in den Bundestag
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28. Juni 2021 - 8:27 Uhr

Frage zu Klimaschutz: Zwei Minuten ohne Antworten

Völlig überraschend wurde Irina Gaydukova (52) am vergangenen Wochenende auf Listenplatz 2 der Saarland-Grünen gewählt. Jetzt wurde ein Videomitschnitt veröffentlicht, der die Fragerunde an die Bundestags-Kandidatin zeigt. Der sorgt für reichlich Häme im Netz. Die Kandidatin ist mittlerweile bei den Grünen ausgetreten und auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer springt ihr bei.

Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und CO2-Zertifikate

Die erste Frage "Wie stehst du zur Fahrradpolitik?" beantwortete sie kurz "positiv" und setzte unsicher nach "Was erwartet man von mir zu dieser Frage?" Darauf gab es noch Applaus. Doch auf die zweite Frage, wie sie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sinnvoll verbinden möchte, wusste sie gar nichts mehr zu sagen.

Es folgen lange Sekunden unangenehmer Stille. Unsicher lachend fragt sie: "Habe ich Zeit zu überlegen?". Irgendwann erlöst der Moderator sie und stellt die dritte Frage: "Was halten Sie vom CO2-Zertifikate-Handel?" Unsicher lächelnd blickt sie ins Publikum. Nach 20 endlos langen Sekunden bricht der Mitschnitt ab. Ob am Ende doch noch eine Antwort kam, ist unklar. Auch, ob sie sich wirklich nicht vorbereitet hatte oder einfach nur einen schrecklichen Blackout hatte.

Politikerin tritt aus Partei aus

Irina Gaydukova ist mittlerweile laut SWR aus der Partei ausgetreten. Auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, selbst Saarländerin, springt ihr nach dem verunglückten Auftritt bei: "Der Auftritt ist sicher alles andere als professionell. Aber die Reaktionen darauf im Netz finde ich noch unprofessioneller und beschämend. Hier wird gerade ein Mensch kaputt gemacht." Gaydukova selbst hat sich zu dem Video noch nicht geäußert.

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