Wegen Corona-Maßnahmen bei den Olympischen Spielen

US-Betreuerin zieht bizarren Vergleich mit Nazi-Deutschland

In Tokio gelten strenge Corona-Regeln während der Olympischen Spiele.
In Tokio gelten strenge Corona-Regeln während der Olympischen Spiele.
© dpa, Michael Kappeler

21. Juli 2021 - 17:10 Uhr

Das Olympische Komitee der USA (USOPC) hat den Post einer Betreuerin der Ringerinnen in den sozialen Medien zu Corona-Schutzmaßnahmen bei den Olympischen Spielen scharf verurteilt. Die Chiropraktikerin hatte die Maßnahmen in Tokio mit den Zuständen in Nazi-Deutschland verglichen. "Das USOPC duldet oder toleriert kein Verhalten, das andere absichtlich beleidigt oder angreift", erklärte das Komitee gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Der Beitrag sei "völlig unvereinbar mit unseren Werten, und wir haben ihr dies klar gemacht, sobald wir davon Kenntnis erlangt haben".

Durch das Entfernen des Posts und ihre Entschuldigung habe die Betreuerin indes Reue gezeigt. Dennoch soll sie nun ein Training zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion absolvieren. Die Chiropraktikerin arbeitet seit 2009 mit den US-Ringerinnen zusammen und ist zum dritten Mal bei Olympischen Spielen. Sie ist aber nicht Mitglied der offiziellen Olympia-Delegation. Das Ringer-Team bereitet sich derzeit in Nakatsugawa auf die Spiele vor.

In Tokio gelten bei den Olympischen Spiele für die über 20 000 Athleten, Trainer, Funktionäre und Medienvertreter wegen der Corona-Pandemie strenge Auflagen, darunter regelmäßige Tests und eine Protokollpflicht. Zuschauer sind bei den Wettkämpfen sowie der Eröffnungs- und Schlussfeier nicht zugelassen. Kontakte von Gästen mit den Japanern sollen möglichst unterbleiben. (tno/sid)

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