Verstörende Video-Aufnahmen

Flößt hier eine Mutter ihrem kleinen Kind Alkohol ein?

17. September 2019 - 19:33 Uhr

Wenn das ein Scherz ist, dann ein sehr schlechter

Das Kind kann kaum älter als zwei Jahre sein. Es schleppt etwas zu seiner Mutter, das wie eine Schnapsflasche aussieht. Was dann folgt, ist erschreckend: Die Frau auf dem Sofa scheint dem Kleinen einen Schluck des Alkohols in die Verschlusskappe einzugießen und ihm in den Mund zu kippen. Ein schlechter Scherz oder ein Fall fürs Jugendamt? Im Video sehen Sie die absurden Szenen und die Antwort der Mutter auf die schweren Vorwürfe.

Behörden aus Oklahoma ermitteln

Keiner der Familienmitglieder scheint etwas gegen die Aktion der Mutter zu haben. Ein älteres Kind, wahrscheinlich sogar ein Bruder oder eine Schwester des Kleinkinds, filmt sie sogar und feuert die Frau dabei an. Die Aufnahmen stammen aus Stillwater in Oklahoma (USA), wurden auf der Social-Media-Plattform Snapchat hochgeladen und sorgten dort schnell für Aufruhr. Jetzt ermitteln die Behörden, was es mit dem Fall auf sich hat – und ob das Kind bei seiner Mutter noch sicher ist.

Alkohol kann für kleine Kinder lebensgefährlich sein

Denn Alkohol ist ein Zellgift, und das wirkt schon beim ersten Tropfen, wie der Allgemeinmediziner Dr. Specht erklärt: "Erwachsene bauen Alkohol mithilfe spezieller Enzyme über die Leber ab. Bei kleinen Kindern ist der Organismus aber überhaupt noch nicht für diesen Abbau gewappnet. Die Leber und Nervenzellen werden deshalb deutlich stärker belastet." In schweren akuten Fällen kann es so zur Alkoholvergiftung und zu Leberversagen kommen. Aber vor allem, wenn ein Kind immer wieder Alkohol zu sich nimmt, kann das fatale Folgen haben: "Bei langfristigem Alkoholmissbrauch drohen chronische Nerven- und Leberschäden, die Entwicklung des Hirns wird massiv gestört."

Hat ein Kind versehentlich eine geringe Menge Alkohol geschluckt, etwa mit einer alkoholhaltigen Praline, droht in der Regel keine akute Gefahr, so der Experte. Dennoch sollte das Kind beobachtet und vor allem bei Bewusstseinsveränderungen sicherheitshalber zum Arzt gebracht werden.