Trauer in der Filmwelt"Ocean's Eleven"-Star Henry Silva mit 95 Jahren gestorben

CRY OF A PROSTITUTE, (aka QUELLI CHE CONTANO), from left: Vittorio Sanipoli, Henry Silva, 1974
Henry Silva 1974 in "Cry of a prostitute"
Everett Collection, picture alliance

Der US-amerikanische Schauspieler Henry Silva, der vor allem in Bösewichtrollen vor der Kamera gestanden hat, ist tot. Die traurigen Neuigkeiten teilte sein Sohn Scott dem Filmblatt „Hollywood Reporter“ am Freitag mit. Demnach sei der „Ocean’s Eleven“-Star am Mittwoch in einem Seniorenheim im kalifornischen Woodland Hills gestorben. Silva wurde 95 Jahre alt.

Das Vermächtnis von Henry Silva

Seit den 1950er Jahren wirkte der Schauspieler mit dem kantigen Gesicht in mehr als 100 Filmen mit, meist als Schurke in Nebenrollen. Mit den „Ratpack“-Stars um Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin drehte er 1960 die Komödie „Frankie und seine Spießgesellen“ („Ocean's Eleven“) und den Western „Die siegreichen Drei“ (1962). Neben Sinatra war er auch in dem Politthriller „Botschafter der Angst“ („The Manchurian Candidate“) zu sehen.

Deana Martin (74), die Tochter von Dean Martin, würdigte Silva am Freitag auf Instagram und Twitter als „fabelhaften“ Schauspieler und als einen „der nettesten und talentiertesten Männer“, den sie zu ihren Freunden zählen durfte.

In dem Mafia-Krimi „Johnny Cool“ spielte Silva 1963 eine Mörder-Hauptrolle. Mit Mario Adorf drehte er 1972 den Thriller „Der Mafia-Boss - Sie töten wie Schakale“, mit Sean Connery und Hardy Krüger 1982 die Polit-Satire „Flammen am Horizont“. Jim Jarmusch holte ihn 1999 mit Forest Whitaker für das Mafia-Drama „Ghost Dog - Der Weg des Samurai“ vor die Kamera. (dpa / cch)