2011 tötete er 77 Menschen auf der Insel Utøya 

Anders Behring Breivik bleibt im Gefängnis

Anders Breivik bleibt in Haft
Anders Breivik hat 77 Menschen getötet. Mehr als 10 Jahre später lehnt ein Gericht seinen Antrag auf vorzeitige Entlassung ab.

Anders Behring Breivik wird nicht vorzeitig auf Probe entlassen. Der heute 42-Jährige hatte im September 2020 einen Antrag auf „Freilassung auf Bewährung“ gestellt. Doch der Antrag wurde von dem Bezirksgericht Telemark einstimmig abgewiesen. Zuvor hatte eine Psychologin davor gewarnt, dass Breivik immer noch so gefährlich sei, wie in den Jahren 2012 und 2013. Auch sein Benehmen deutet nicht auf Reue hin: Vor Gericht hat er einen Hitlergruß gezeigt.

Breivik war im Sommer 2012 zur damaligen Höchststrafe von 21 Jahren Haft verurteilt worden

Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und dabei acht Menschen getötet. Danach richtete er auf der Insel Utøya ein Massaker in einem Sommerlager der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei an. 69 Menschen wurden getötet.

Die Verbrechen gelten als schlimmste Gewalttaten der norwegischen Nachkriegsgeschichte. Breivik nannte damals rechtsextreme und islamfeindliche Motive für seine Taten. Im Sommer 2012 war er zur damaligen Höchststrafe von 21 Jahren Verwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt worden. (dpa/cli)