Wie nackt wird Instagram jetzt?

Meta überdenkt seine Regeln! Fällt jetzt das Nippel-Verbot bei Instagram und Facebook?

Account von freizügiger Influencerin gesperrt Zu sexy für Instagram?
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Zu sexy für Instagram?
Account von freizügiger Influencerin gesperrt

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Es wäre eine bahnbrechende Neuerung auf den Sozialen Medien. Laut Medienberichten soll der Facebook-Konzern Meta seine strikten Nackt-Regeln für Fotos und Videos überdenken. Wir erklären, was das für Nutzer bedeutet.

Im Video: Seit Jahren verwöhnt Apollonia Llewellyn ihre Fans mit freigiebigen Schnappschüssen und reizvollen Outfits. Doch dann wurde das Instagram Konto des britischen Models auf einmal gesperrt. Mehr dazu im Video.

Von wegen Jugendschutz: Ungerechte Nippel-Regelung

Bislang werden Bilder auf denen weibliche Brüste samt Nippel zu sehen sind, von Facebook und Instagram gelöscht. Offiziell sollte das dem Jugendschutz dienen, Kritiker des Nippel-Verbots prangerten das aber als vorgeschobenen Grund an.

Doch jetzt tut sich was in der jahrelang geführten #freethenippel-Bewegung (zu dt.: #befreitdenNippel). Laut des „Oversight Boards“, einer Art Aufsichtsgremium des Konzerns Meta, müssen Facebook und Instagram die Nippel-Richtlinie im Hinblick auf die freie Meinungsfreiheit überdenken.

Lese-Tipp: #FreeTheNipple: Mit dem Recht auf 'oben ohne' zu mehr Gleichberechtigung?

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Mit dieser Begründung entschied das "Oversight Board"

Offiziell heißt es dort, dass diese Art der Zensur „größere Barrieren für die Meinungsäußerung von Frauen, Transpersonen und nicht-binären Menschen auf ihren Plattformen“ schaffe. Prominente wie das Model Miranda Kerr kritisieren das Verbot seit Jahren, weil es beispielsweise auch die Fotos von stillenden Müttern zensiert.

Die bisherige Regel richtet sich nämlich stark gegen Frauen, denn Männer können problemlos oberkörperfreie Bilder von sich bei den beiden Sozialen Medien teilen.

Lese-Tipp: Frauen fordern mehr Akzeptanz von nackten Brüsten

Wieso kommt #freethenippel jetzt wieder in Schwung?

Ausschlaggebend für die Entscheidung des Aufsichtsgremiums ist der Fall eines trans- und nicht-binären Paares, das oberkörperfreie Bilder bei Instagram geteilt hatte. Beide Bilder wurden von der Plattform gelöscht, das Paar ging gegen diese Art der Diskriminierung vor und kontaktierte das „Oversight Board“.

„Die bisherige Regel stiftet Verwirrung für Nutzer und Moderatoren, wenn es darum geht, dass Bilder fälschlicherweise entfernt werden“, heißt es in einem Statement. Das habe auch Meta anerkannt.

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Was ändert sich jetzt?

Zunächst ändert sich nach dem veröffentlichten Statement am 17. Januar nichts, denn die Leitlinien des „Oversight Boards“, sind nicht bindend für den Meta-Konzern – heißt konkret: Sie müssen nicht umgesetzt werden.

Allerdings ist der Konzern gezwungen, sich öffentlich zu der Nippel-Forderung zu äußern und die Forderung zu überdenken. (lra)