Verweigerern droht eingeschränkte Nutzung

Neue Whatsapp-Nutzungsbedingungen: DAS passiert, wenn Sie nicht bis zum 15. Mai zustimmen

WhatsApp schob die Einführung der neuen Nutzungsbedingungen bereits vom Februar in den Mai auf.
© dpa, Ritchie B. Tongo, rt ase ase sab kno fgj

22. Februar 2021 - 14:48 Uhr

Nutzer müssen bis zum 15. Mai zustimmen

Am 15. Mai treten die neuen Nutzungsbedingungen bei Whatsapp in Kraft. Wer bis zu diesem Stichtag nicht zustimmt, kann die App zwar noch verwenden - allerdings nur noch stark eingeschränkt.

Whatsapp vertagte neue Nutzungsbedingungen bereits auf Mai

Whatsapp aktualisierte vor wenigen Wochen seine Datenschutzrichtlinien - und sorgte für einen weltweiten Aufschrei. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer schauten sich daraufhin nach Alternativen um, Mitbewerber wie Telegram und Signal vermeldeten eine Flut an Neuanmeldungen. Um die Wogen zu glätten, verschob Whatsapp die Zustimmungsfrist für die neue Datenschutzrichtlinie vom 8. Februar auf den 15. Mai. Allerdings wurde das eigentliche Problem damit nur vertagt.

Nutzungsbedingungen nicht zugestimmt? Das passiert nach dem 15. Mai

Nun hat das Unternehmen erklärt, wie es danach weitergeht. Nutzerkonten, die den neuen Richtlinien nicht zustimmen, werden nach dem 15. Mai nicht gesperrt. Sie können Whatsapp weiterhin nutzen - allerdings nur noch stark eingeschränkt. "Dir wird dann allerdings nicht mehr die volle Funktionalität von Whatsapp zur Verfügung stehen, bis du zugestimmt hast", heißt es in der aktualisierten FAQ. "Du wirst zwar für kurze Zeit Anrufe und Benachrichtigungen erhalten, aber in der App weder Nachrichten lesen noch welche senden können."

Fraglich ist jedoch, über welchen Zeitraum sich die Formulierung "kurze Zeit" erstreckt. Dem US-Portal "Techcrunch" zufolge, welches als erstes über die neuen Whatsapp-Regelungen berichtete, sind damit "einige Wochen" gemeint. Möglicherweise drückt sich das Unternehmen aber auch deshalb so vage aus, um sich weitere Türen offenzuhalten. Unklar ist, was nach der "kurzen Zeit" passieren wird, sollte man weiterhin nicht den neuen Regeln zustimmen.

Whatsapp will Mitgliederflucht bremsen

Mit diesen Änderungen möchte Whatsapp eine weitere Mitgliederflucht verhindern oder zumindest abbremsen. Statt des "Ganz oder gar nicht"-Ansatzes probiert es das zu Facebook gehörende Unternehmen nun mit einem Mittelweg. Die Hoffnungen sind klar: Wer den neuen Regeln erst einmal nicht zustimmt, soll weich geklopft werden, indem man sieht, dass neue Nachrichten eingegangen sind - aber man nicht in der Lage ist, diese zu lesen oder gar zu beantworten. Videoanrufe sind außerdem weiterhin möglich.

Quellen: Whatsapp FAQ, Techcrunch

Hinweis: Dieser Artikel von Christoph Fröhlich erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.