Wissenschaftler räumen mit Klischee auf

Neue US-Studie: „Cat Ladies“ sind doch nicht verrückt

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22. August 2019 - 14:31 Uhr

Sind Katzen-Besitzer komisch oder depressiver als andere?

Katzenbesitzer haben lange auf diese gute Nachricht warten müssen: Forscher aus den USA haben entdeckt, dass Menschen mit vielen Katzen im Vergleich zu Menschen ohne Haustiere kein auffälliges Verhalten an den Tag legen - also ganz anders, als es das Klischee der verrückten "Katzensammler" vermuten lässt.

Menschen mit Haustieren sind nicht alleine oder depressiv

Schon lange gibt es den Stereotypen, dass Frauen, die viele Katzen besitzen, "verrückte Cat Ladies" sein müssen, die alleine leben und komisch drauf sind. Falsch gedacht! Wissenschaftler der University of California in Los Angeles (UCLA) konnten das nun widerlegen. Sie haben mehr als 500 Tierhalter analysiert und konnten dabei nichts entdecken, was diese allgemeine Behauptung unterstützt.

Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift "Royal Society Open Science" veröffentlicht wurde, sind rundum zufriedenstellend: "Wir haben keine Beweise gefunden, die den Stereotyp der 'Cat Lady' stützen könnten: Katzenbesitzer unterschieden sich nicht von anderen bezüglich Symptomen von Depressionen, Angstzuständen oder in ihren Erfahrungen in Beziehungen", heißt es in der Studie. "Unsere Ergebnisse stimmen daher nicht mit der allgemeinen Vorstellung überein, dass Katzenbesitzer depressiver, ängstlicher oder allein sind."

Kein Zusammenhang zwischen Katzen und Psychosen

Zu einer ähnlichen Schlussfolgerung kamen bereits Forschern am University College London. 2017 erklärten sie, dass sie keinen Zusammenhang zwischen dem Besitz einer Katze und der Entwicklung psychotischer Symptome fanden.

Sie fanden auch heraus, dass Katzen- und Hundebesitzer mit höherer Wahrscheinlichkeit bei einem Notruf eines Tieres mitfühlen. Tierbesitzer seien eher bestürzt als Nichtbesitzer, wenn sie ein Katzenmiauen oder das Wimmern eines Hundes hören.

Das übergeordnete Ergebnis war dabei, dass Menschen mit und ohne Haustier gleichermaßen depressiv und ängstlich waren. Dies entlarvte den Stereotyp der "verrückten Katzendame" und bewies, dass beide Personengruppen gleichermaßen glücklich oder unglücklich sind.

Lust auf mehr Katzen-Fakten? Eine andere aktuelle Studie aus England hat herausgefunden, dass Katzen die Persönlichkeit ihrer Besitzer widerspiegeln. Wenn Sie also eine Katze von Freunden nicht mögen, sind eher ihre Besitzer das Problem, nicht die Tiere.

Im Video: Der Beweis! Katzenbesitzer deckt nächtlichen "Mordversuch" auf

Auch wenn Katzenbesitzer ganz normal sind, leben sie im Vergleich zu Menschen ohne Haustier in ständiger Gefahr: Wie zum Beispiel ein Mann, deren Katze sich jede Nacht auf sein Gesicht legte und ihm beim Atmen störte.