Zu viele Überstunden erhöhen das Risiko für Haarausfall bei Männern

Neue Studie: Männer, die zu viel arbeiten, bekommen eher eine Glatze

© iStockphoto

4. November 2019 - 13:11 Uhr

Zu viel Arbeit begünstigt Haarausfall

Männer, die zu viel arbeiten und häufig Überstunden schieben, leiden mit höherer Wahrscheinlichkeit unter frühem Haarverlust. Dies ergab eine Studie der Sungkyunkwan University School of Medicine in Seoul in Südkorea. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Männer, die mehr als 52 Stunden pro Woche arbeiten, einem doppelt so hohen Risiko für frühzeitigen Haarausfall ausgesetzt sind wie Männer, die wöchentlich weniger als 40 Stunden arbeiten. Das berichten sie in der Fachzeitschrift "Annals of Occupational and Environmental Medicine".

13.000 Männer nahmen an Studie teil

Die Studie basiert auf Daten von rund 13.000 Männern im Alter zwischen 20 und 59 Jahren, die in den Jahren 2013 und 2017 an einer umfassenden Gesundheitsuntersuchung teilgenommen haben. Dabei wurde nicht direkt die Haarausfallquote der betroffenen Männer untersucht, sondern lediglich hinterfragt, ob diese ein Anti-Haarausfallmittel benutzen.

Ziel der aktuellen Studie war es, anhand dieser Daten festzustellen, wie viele Männer die Einnahme eines solchen haarwuchsfördernden Mittels 2013 verneinten, es zum späteren Befragungszeitpunkt dann aber doch anwendeten.

Ab 52 Stunden Wochenarbeitszeit ein doppelt so hohes Glatzen-Risiko

Zur Datenauswertung wurden die besagten Studienteilnehmer in drei Gruppen unterteilt: Die erste Gruppe bestand aus Männern, die weniger als 40 Stunden pro Woche arbeiten, der zweiten Gruppe gehörten Männer an, die 40 bis 52 Stunden arbeiten und in der dritten Gruppe befanden sich ausschließlich Männer, die über eine wöchentliche Arbeitszeit von 52 Stunden kamen.

Um den tatsächlichen Einfluss der Arbeitszeit auf die Glatzenbildung zu untersuchen, wurden zusätzliche Faktoren wie Alter, Familienstatus, Bildungsstand, monatliches Haushaltseinkommen und Rauchen bei der Evaluierung berücksichtigt.

Das eindeutige Ergebnis: Lediglich zwei Prozent der Teilnehmer mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von weniger als 40 Stunden pro Woche nahmen zum Zeitpunkt der zweiten Befragung ein Anti-Haarausfallmittel ein. Bei den Probanden mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 52 Stunden lag der Wert hingegen bei ganzen vier Prozent. Laut den Forschern ein signifikanter Unterschied.

Stresshormone als Hauptursache

Als zentrale Ursache für einen verstärkten Haarausfall benannten die Forscher den individuellen Stressfaktor. Durch die erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen wird bei Männern, die überdurchschnittlich viel arbeiten, das Wachstumsmuster der Haarfollikel auf der Kopfhaut gehemmt – die Folge: die ausgefallenen Haare können nicht mehr nachwachsen, es entstehen kahle Stellen am Kopf.

Kyung-Hun Son, der Hauptautor der Studie, empfiehlt der "Daily Mail" zufolge deshalb die Arbeitszeit bei Männern zwischen 20 und 40 Jahren zu beschränken, um Haarausfall frühzeitig vorzubeugen.

Auch interessant