Erschossen und Hörner abgehackt

Namibia: Wilderer töten Nashorn-Mutter und entführen Baby

Wilderer haben in Namibia zwei Nashörner brutal getötet. (Symbolbild)
Wilderer haben in Namibia zwei Nashörner brutal getötet. (Symbolbild)
© dpa, Kristin Palitza, kde

23. Mai 2021 - 10:26 Uhr

Zwei Nashörner tot - Baby spurlos verschwunden

Die Wilderei in Namibia nimmt kein Ende. In einem privaten Naturschutzpark haben Unbekannte mindestens zwei Nashörner auf brutale Weise getötet. Ein Muttertier wurde mit Schusswunden und abgehackten Hörnern aufgefunden, das Baby ist spurlos verschwunden. Außerdem wurde ein weiteres totes Nashorn mit schweren Verletzungen entdeckt.

Nashorn erschossen und Hörner abgehackt

Das Muttertier mit dem Namen Zanna, das von den Besitzern als verwaistes Baby großgezogen worden war, wurde demnach von Rangern am 16. Mai tot aufgefunden. Zannas 13 Monate altes Kalb sei seit dem Angriff verschwunden, eine intensive Suche sei im Gange, sagte Rust. Nashornkälber werden bis zum Alter von 18 Monaten mit Muttermilch gefüttert.

"Das Tier muss enorme Schmerzen erlitten haben"

Ein weiteres Nashorn, das von den Wilderern angeschossen worden war, wurde zwei Tage später und fünf Kilometer weiter entfernt tot aufgefunden. "Das arme Tier starb über einen längeren Zeitraum an seinen Verletzungen und muss enorme Schmerzen erlitten haben", sagte Rust. In den Stunden vor seinem Tod habe das Nashorn nach Angaben des Managers seinen Körper immer wieder an Bäumen gerieben, wohl um seine Schmerzen zu lindern.

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Wilderer erhoffen sich viel Geld für Nashorn-Hörner

In Afrika werden jedes Jahr Hunderte Nashörner wegen ihres Horns getötet. Der internationale Handel mit Nashorn-Hörnern ist verboten. Doch in Asien, vor allem in Vietnam und China, ist Horn als Inhaltsstoff der traditionellen Medizin beliebt und kostet etwa so viel wie Gold. In Afrika soll es noch rund 20 000 Breitmaulnashörner und 5.000 Spitzmaulnashörner geben. Die EU will den Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel verschärfen. (dpa/vdö)