Mordversuch wohl wegen Mikrowelle

Nachbarschaftsstreit in Jülich eskaliert

02. September 2021 - 18:36 Uhr

Ein 41-Jähriger aus Jülich soll versucht haben seinen Nachbarn zu ermorden.

Seit heute läuft der Prozess gegen ihn am Aachener Landgericht. Der Mann glaubt offenbar, dass sein Nachbar ihn mit einer umgebauten Mikrowelle bestrahlen und verletzen wollte. Der Angeschuldigte soll im März mit einem Auto auf den Tiefbauer zugerast sein. Dieser stand am Kofferraum seines Wagens, um Einkäufe auszuladen. Die Beine des Opfers wurden zwischen Kofferraum und Kühler eingequetscht. Anschließend soll der 41-Jährige auf seinen Nachbarn eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeschuldigte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Er soll psychisch krank sein. Nach dem Urteil in zwei Wochen könnte er also auf unbestimmte Zeit in eine geschlossene Psychiatrie kommen. Für das Opfer nur ein schwacher Trost. Den Beruf als Tiefbauer wird es wohl nie wieder ausüben können.