Booster-Impfung ersetzt Test

Nach Testchaos: Niedersachsen kippt Testpflicht für Dreifach-Geimpfte

Vor den Testzentren stehen Bürger teilweise stundenlang Schlange,
Vor den Testzentren stehen Bürger teilweise stundenlang Schlange,
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03. Dezember 2021 - 15:00 Uhr

Ausnahme für "Geboosterte"

Wer in Niedersachsen eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, braucht trotz der 2G-plus-Regel keinen aktuellen Coronatest mehr vorzulegen. Diese Erleichterung trete ab Samstag in Kraft, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Hannover mit.

Testkapazitäten entlasten

Niedersachsen reagiere mit der neuen Regelung auf wissenschaftliche Erkenntnisse, nach denen die Gefahr einer Infektion und einer Übertragung des Coronavirus "nach dem Erhalt der Auffrischungsimpfung ausgesprochen gering ist", hieß es. Auch sollten die stark beanspruchten Testkapazitäten entlastet werden.

In Niedersachsen gilt seit Mittwoch in vielen Regionen die Warnstufe zwei: Danach haben in Gastronomie, Sport und Veranstaltungen auch Geimpfte und Genesene nur mit einem zusätzlichen Test Zugang. Daran gibt es massive Kritik von Veranstaltern wie von Bürgern.

Befreiung gilt ab der dritten Impfung

Die Auffrischungsimpfungen seien im digitalen Impfzertifikat in der Regel als dritte Impfung hinterlegt, hieß es. Die Befreiung von der Testpflicht gelte ab der Impfung. Für Personen mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson sei die zweite Impfung maßgeblich und gelte als Auffrischung im Sinne der neuen Regelung.

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2G jetzt auch im Einzelhandel

Stephan Weil
Stephan Weil (SPD) begrüßt die bundesweite 2G-Regelung im Einzelhandel
© deutsche presse agentur

Für Ungeimpfte gibt es in Niedersachsen dagegen künftig noch mehr Einschränkungen. Voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche greift im Einzelhandel die 2G-Regel. Das beschlossen Bund und Länder am Donnerstag. Zugang haben bundesweit nur noch Geimpfte und Genesene, ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien und Apotheken. Niedersachsens Ministerpräsident zeigte sich zufrieden mit den Beschlüssen. "Wir sehen uns durch die heutigen Beschlüsse in unseren schon konkret ins Auge gefassten Planungen bestätigt", teilte Stephan Weil mit. "Unter dem Strich ist bei den heutigen Beratungen einiges mehr herausgekommen, als ich noch vor einigen Tagen erwartet hätte." (dpa/lzi)