„Geld regiert die Welt"

Nach Spa-Chaos: Hamilton attackiert F1-Bosse

Für Lewis Hamilton ist das Rennen in Spa noch nicht zu Ende.
Für Lewis Hamilton ist das Rennen in Spa noch nicht zu Ende.
© picture alliance

29. August 2021 - 20:53 Uhr

Rekordweltmeister teilt aus

Es war ein Chaos-GP, der nachhallt. Die Entscheidung der Rennleitung, die Piloten beim Formel-1-Rennen in Spa trotz widriger Verhältnisse nochmals auf die Strecke zu schicken, um eine Wertung aufs Papier zu bringen, treibt Lewis Hamilton zur Weißglut. Nach dem Rennen holte der Rekordweltmeister zum Rundumschlag aus. Gegen die F1. Und die Rennkommissare.

Es geht nur ums Geld

"Geld regiert die Welt. Und es war buchstäblich so, dass die zwei Runden des Rennens ein reines Geldszenario waren. Jeder bekommt also sein Geld, und ich denke, die Fans sollten es auch zurückbekommen, denn leider haben sie nicht gesehen, wofür sie gekommen sind und bezahlt haben", wetterte der Mercedes-Pilot am Sky-Mikro.

Zu Einordnung: Großer Gewinner der Entscheidung der Rennkommissare war Max Verstappen. Weil das Fahrerfeld zwei Runden hinter dem Safety Car um den Kurs schlich, gab es überhaupt eine Wertung. In einem anderen Szenario hätte das Rennen schlichtweg nicht stattgefunden – ohne Wertung. So durfte sich der Red-Bull-Pilot über einen GP-Sieg freuen, wenn auch nur mit der Hälfte der etatmäßigen Punktzahl, weil weniger als 75 Prozent der Renndistanz absolviert wurden.

"Der Sport hat eine schlechte Entscheidung getroffen"

Aber Verstappen ist nicht der einzige Gewinner, auch die Formel 1 kommt mit einem blauen Auge davon. Offiziell hat in Spa ein Rennen stattgefunden. Mögliche juristische Probleme oder Regressansprüche vonseiten der Fans und der TV-Sender, die eine Absage des Rennens womöglich nach sich gezogen hätte, hat man so wohl umschifft.

"Der Sport hat eine schlechte Entscheidung getroffen", polterte Hamilton. Denn, so der Brite. zwischen dem ersten Versuch auf der Strecke und dem zweiten hätten sich die Bedingungen nicht wirklich geändert. "Sie haben uns also nur aus einem Grund rausgeschickt. Daher tut es mir für die Fans auch sehr leid." Mit Sport hatte der Belgien-GP in jedem Fall nichts zu tun. (tme)