Mutter und Bruder tot in Höhle entdeckt

Nach Mord auf Teneriffa: Diese Frau fand den verängstigten Jungen (5) im Wald

04. Dezember 2019 - 17:50 Uhr

Schreckliche Familien-Tragödie auf Teneriffa

Der kleine fünfjährige Junge aus Halle in Sachsen-Anhalt muss Schreckliches erlebt haben. Seiner Mutter (39) und sein älterer Bruder (10) wurden offenbar vor seinen Augen in einer Höhle auf Teneriffa ermordet - und das vom eigenen Vater. Der Junge konnte fliehen und irrte fünf Stunden lang allein im Wald umher, bis er von Bewohnern eines Dorfes gefunden wurde. Im Video spricht die Frau, die den verängstigten Jungen im Wald fand.

Ein unbeschreiblicher Albtraum für den Jungen

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Der mutmaßliche Täter wurde in seiner Wohnung festgenommen.
© dpa, Andres Gutierrez, flm

Die Frau hat den Fünfjährigen weinend und schmutzig auf der Straße im bergigen Hinterland der Gemeinde Adeje gefunden, erzählt sie im Video. Sie brachte das Kind, das kein Spanisch sprechen konnte, zu einem deutschen Freund. Als ihm der Junge erzählte, was im Wald passiert war, alarmierte er umgehend die Polizei.

Den Beamten sagte er, dass er mit seinem Vater Thomas, seiner Mutter Silvia und seinem älteren Bruder am Mittwoch zu einer Höhle gewandert war. Plötzlich soll Thomas seine Ex-Frau und die beiden Söhne brutal angegriffen haben. Aus Angst soll der kleine Junge geflohen und rund vier Kilometer ohne Orientierung im Wald umhergeirrt sein. Er habe viel Blut gesehen, berichtet "El Pais".

Laut RTL-Informationen lebte die Familie in Halle in Sachsen-Anhalt

Kurz darauf fand die Polizei die Frau und das Kind tot in der Höhle. Der Vater, der nach Medienberichten dauerhaft auf der Insel lebt, wurde in seiner Wohnung in Adeje festgenommen. Offenbar wussten die Kinder nicht, dass die Eltern getrennt waren. Sie sollen am Montag nach Teneriffa gereist sein, um den Vater zu besuchen.

Nach RTL-Informationen wohnte die Frau mit ihren beiden Söhnen in Halle in Sachsen-Anhalt. Am Dienstag wurden sie als vermisst gemeldet.

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Vater hatte offenbar Verletzungen

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Die spanische Polizei suchte die Gegend mit einem Großaufgebot ab.
© dpa, Andres Gutierrez, flm

Als der Vater von der spanischen Guardia Civil festgenommen wurde, hatte er Verletzungen, die von einem Kampf stammen könnten. Er soll geschlafen haben, als die Polizei die Wohnung stürmte, berichtet "El Pais". Der 43-Jährige soll laut den Beamten heftigen Widerstand geleistet haben. Im späteren Verhör bestritt er allerdings, etwas mit dem Mord an seiner Ex-Frau und seinem ältesten Sohn zu tun zu haben. Die beiden hätten noch gelebt, er die Höhle verlassen habe, sagte er.

Die Ursache und die Umstände der Todesfälle müssten noch ermittelt werden, teilte ein Justizsprecher mit. Laut "El Pais" sind die Großeltern des Jungen unterwegs nach Teneriffa, um den Jungen in ihre Obhut zu nehmen. 

mo