Bundestagsabgeordnete war bei Linienflug gestorben

Staatsanwaltschaft stellt Todesermittlungsverfahren im Fall Karin Strenz ein

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz aus Mecklenburg-Vorpommern ist mit 53 Jahren gestorben.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz aus Mecklenburg-Vorpommern ist mit 53 Jahren gestorben.
© deutsche presse agentur

25. August 2021 - 14:24 Uhr

Im Flugzeug zusammengebrochen

Im April war die Politikerin Katrin Strenz bei einem Flug von Kuba nach Frankfurt zusammengebrochen und wurde wenig später für tot erklärt. Auch eine Notlandung in Irland konnte den Tod der CDU-Bundestagsabgeordneten nicht verhindern. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Schwerin ihre Ermittlungen zur Todesursache abgeschlossen.

Verfahren eingestellt

Die Behörde teilte mit, dass die Obduktion der irischen Rechtsmedizin "keine Hinweise auf ein Fremdverschulden" finden konnte. Deshalb gehe die Staatsanwaltschaft von einer natürlichen Todesursache aus. Das Todesermittlungsverfahren ist damit eingestellt worden.

Strenz hatte über den Wolken plötzlich das Bewusstsein verloren. Der Pilot des Condor-Flugs DE 2199 setzte einen Notruf ab. Die Boeing 767 wurde nach Shannon (Irland) umgeleitet. Sanitäter brachten Frau Strenz vom Flughafen in die Uniklinik der Stadt Limerick – dort konnten Ärzte nichts mehr für die 53 Jahre alte Frau tun.

Seit 2009 Mitglied des Bundestages

Strenz war seit 2009 Mitglied des Bundestags. Bei den Wahlen 2009, 2013 und 2017 gewann sie jeweils eines der sechs Direktmandate in Mecklenburg-Vorpommern. Von 2002 bis 2006 sowie von 2007 bis 2009 war sie Landtagsabgeordnete im Nordosten. Im Bundestag saß sie zuletzt unter anderem im Verteidigungsausschuss.

Der Deutsche Bundestag hatte im Januar 2020 allerdings die Immunität von Strenz aufgehoben. Sie stand unter Verdacht der Mandatsträgerbestechung und Geldwäsche. Hintergrund sind offenbar fragwürdige Verbindung nach Aserbaidschan.