Na, was versteckt sich denn auf diesem neuen Foto?

Donald Trump vs. Coca-Cola: Ex-US-Präsident kann es doch nicht lassen

Donald Trump ist eigentlich ein echter Coca-Cola-Fan. Bis sich das Unternehmen dazu entschied, die Wahlrechtsreform in Georgia zu verurteilen...
Donald Trump ist eigentlich ein echter Coca-Cola-Fan. Bis sich das Unternehmen dazu entschied, die Wahlrechtsreform in Georgia zu verurteilen...
© imago images/MediaPunch, Gripas / Pool via CNP / MediaPunch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

07. April 2021 - 14:39 Uhr

Upps: Donald Trump wollte doch eigentlich in Zukunft auf Coca-Cola verzichten...

Weil Coca-Cola die Wahlrechtsreform im US-Bundesstaat Georgia verurteilt, hat Ex-Präsident Donald Trump zum Boykott des Getränkeriesen aufgefordert. Da dürfte ihm ein jetzt auf Twitter gepostetes Foto ziemlich ungelegen kommen.

Faux-Pas: Ob Donald Trump sich dieses Fehlers bewusst war?

Eigentlich ist Ex-US-Präsident Donald Trump nach der Erstürmung des Kapitols Anfang Januar durch seine Anhänger dauerhaft von Twitter verbannt. Jetzt tauchte er trotzdem wieder in dem Kurznachrichtendienst auf – auf einem Foto, das sein Berater Stephen Miller am Montag auf seinem eigenen Account veröffentlichte.

Das Bild zeigt einen breit grinsenden Trump an einem Schreibtisch in seinem Golfressort Mar-a-Lago in Florida, wo der 74-Jährige seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus dauerhaft wohnt. Neben ihm steht Miller. "Ich hatte gerade ein großartiges Treffen mit Präsident Trump!", schrieb der Berater über die Aufnahme.

Trinkt Trump weiter Coca-Cola?

So schön das Treffen für Miller auch gewesen sein mag, seine Idee, das Foto von der Begegnung auf Twitter zu posten, war nicht ganz so großartig. Denn wie adleräugige Nutzer der Social-Media-Plattform schnell feststellten, steht auf dem wuchtigen Schreibtisch etwas, das für Trump eigentlich tabu sein müsste. Nur mittelmäßig versteckt lugt hinter der Telefonanlage zu seiner Linken eine Flasche hervor, die verdächtig nach einer geöffneten Coca-Cola-Flasche aussieht, aus der bereits jemand ein paar Schlucke getrunken hat.

Zwar ist Trumps Cola-Leidenschaft alles andere als ein Geheimnis, doch Coca-Cola gehört zu den Unternehmen, zu deren Boykott der ehemalige Präsident seine Landsleute gerade erst aufgefordert hat. Die Geschäftsführung des Getränkeriesens hatte nämlich – wie die Fluggesellschaft Delta Airlines und weitere Großkonzerne mit Sitz in Georgia auch – das vor Kurzem in dem Bundesstaat von den Republikanern verabschiedete restriktive neue Wahlgesetz scharf kritisiert.

Lese-Tipp: Seltenes Familienfoto: Donald Trump hat mit seinen Enkelkindern Ostern gefeiert

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Moment, da war doch was: Eigentlich wollte Ex-Präsident Trump Coca-Cola boykottieren

"Boykottieren Sie [...] Unternehmen wie Coke, Delta und andere", rief Trump seine Anhänger vergangene Woche auf. Und noch am Samstag veröffentlichte er eine Erklärung, in der er die Republikaner und die Konservativen aufforderte, "schlagt zurück" und "boykottiert Unternehmen wie die Major League Baseball, Coca-Cola, Delta Airlines, JPMorgan Chase, Viacom, CBS, Citigroup, Cisco, UPS und Merck", die alle gegen das neue Wahlrecht in Georgia protestiert haben.

"Sieht aus, als hätte der Coca-Cola-Boykott in Mar-a-Lago noch nicht offiziell begonnen", kommentierte denn auch der "Huffington Post"-Korrespondent und Autor S.V. Dáte das Bild. "Trump trinkt Cola, während er andere auffordert, es nicht zu tun!", schrieb eine andere Twitter-Nutzerin. "Genau wie heimlich geimpft zu werden, und anderen zu sagen, das [Coronavirus] ist ein Betrug!"

Die "New York Times" hatte bereits zu Beginn von Trumps Präsidentschaft berichtet, dass der bekennende Fast-Food-Fan jeden Tag etwa 12 Diet Cokes trinke. Trump hatte demnach während seiner Amtszeit sogar einen Knopf an seinem Schreibtisch im Oval Office, mit dem er das Hauspersonal auffordern konnte, ihm eine Dose seiner Lieblingslimonade zu bringen.

Quellen: Stephen Miller auf Twitter, Business Insider, Slate, NBC

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.