Schwager Florian R. aus U-Haft entlassen

Rebeccas Mutter Brigitte: Ihre Enkeltochter werde sich jetzt am meisten freuen

RTL-Reporter hat mit Rebecca Reuschs Mutter Brigitte gesprochen

Der Schwager der vermissten Rebecca Reusch aus Berlin ist am Freitag aus der U-Haft entlassen worden. Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Beweise für einen dringenden Tatverdacht gegen Florian R. Am Nachmittag verließ er die JVA Moabit in einem Auto und fuhr in das Haus seiner Mutter nach Berlin-Lichtenberg. Rebecca Reuschs Mutter, Brigitte, hat die Entscheidung mit Erleichterung aufgenommen. Ihre Enkeltochter und Tochter werden sich jetzt am meisten freuen, sagt die 52-Jährige. Brigitte Reusch ist weiterhin fest von der Unschuld ihres Schwiegersohnes überzeugt. RTL hat mit ihr nach der Freilassung gesprochen - das Video sehen Sie oben.

Ohne dringenden Tatverdacht kein Haftbefehl

Vor dem Gefängnis in Berlin Moabit warten Dutzende Journalisten auf den Schwager der vermissten Rebecca Reusch. Doch Florian R. hat das Gebäude in einem Auto durch die Tiefgarage verlassen. Er ist zum Haus seiner Mutter gefahren. Die Anwältin des 27-Jährigen hatte zuvor erfolgreich Beschwerde gegen die Haft eingereicht. Die Gründe für eine Inhaftierung seien nicht ausreichend, hat der zuständige Ermittlungsrichter nach einer Anhörung am Freitag entschieden.

Das bedeutet: Kein dringender Tatverdacht! Und das, obwohl sich aus Sicht der Staatsanwalt nichts an der Sachlage geändert hat. "Er ist ein freier Mann, er bleibt aber beschuldigt, es wird auch nach wie vor gegen ihn ermittelt", sagte Staatsanwalt Martin Steltner.

Die Fakten deuteten weiter darauf hin, dass Rebecca Reusch das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen habe. "Entscheidender Punkt ist: Wir haben Rebecca bislang nicht gefunden", so Steltner. Die Staatsanwaltschaft habe nichts in der Hand, um den Tatverdacht zu erhärten. "Wir hoffen, dass wir die Tat zeitnah aufklären können."

Rebecca Reuschs Schwager steht weiter unter Verdacht

Der Schwager war zweimal von der Polizei festgenommen worden. Im ersten Fall am 28. Februar gab es keinen Haftbefehl. Erst im zweiten Anlauf ordnete ein Richter am 04. März Untersuchungshaft an. Die Mordkommission geht davon aus, dass Rebecca getötet wurde. Der Schwager Florian R. galt schnell als der Hauptverdächtige, weil er an dem Vormittag laut Polizei allein mit der Jugendlichen im Haus war. Sein Auto war am Tag des Verschwindens von Rebecca Reusch und am Abend darauf auf der Autobahn zwischen Berlin und Polen registriert worden.

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