Mumien-Panik in Großbritannien

Wächter haben Angst vor Spuk im British Museum

Im British Museum werden einige Mumien ausgestellt.
Im British Museum werden einige Mumien ausgestellt.
© dpa

18. Mai 2020 - 9:32 Uhr

Unruhige Objekte soll es auf den Gängen des Museums geben

Schritte auf den Gängen, mysteriöses Weinen unter den Exponaten. In der Vergangenheit soll es immer wieder zu unheimlichem Spuk im British Museum in London gekommen sein, das berichteten Wärter. Sogar ein Manager bestätigt die Anwesenheit von "unruhigen Objekten".

"Mein Magen drehte sich um"

Nachtwächter, Museumsgäste und Arbeiter sind verschreckt. Im British Museum soll es immer wieder zu schaurigen Ereignissen kommen. In dem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäude sind circa acht Millionen Exponate ausgestellt. Angeblich führen einige von ihnen ein Eigenleben, das berichten jetzt britische Medien. 

Der ehemalige Mitarbeiter Phil Heary sagte, er habe einen dramatischen Temperaturabfall in der Galerie des alten Ägypten gespürt, in der 19 Mumien ausgestellt waren. "Sie wollten raus", ist er sich sicher. Der Wachmann, der 29 Jahre im Museum arbeitete, erklärte: "Es war, als würde man in eine Gefriertruhe gehen. Mein Magen drehte sich um. Ich bin der festen Überzeugung, dass du, wo immer du begraben bist, dort bleiben solltest. Viele der Mumien dort sollten wieder in ihren Gräbern sein."

Sorgt die Mumie einer Hohepriesterin des Tempels von Amen-Ra für Unruhe?

Besonders unheimlich. Im ersten ägyptischen Raum befindet sich auch die Mumie einer Hohepriesterin des Tempels von Amen-Ra. Sie ist als "unglückliche Mumie" bekannt. Sie wurde dem British Museum im Juli 1889 gespendet. Seither wird sie für Tod, Verletzung und sogar Katastrophen wie den Untergang der Titanic im Jahr 1912 verantwortlich gemacht.

Andere Wachen behaupten, sie hätten die Türen zur "Sutton Hoo"-Galerie verriegelt. Wenig später hätten sie dann wieder weit offen gestanden. Angeblich sollen Überwachungskameras den Spuk im Museum aufgezeichnet haben.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Manager stimmt "bis zu einem gewissen Grad zu"

Jim Peters ist Sammlungsmanager in der Abteilung für Großbritannien, Europa und die Vorgeschichte. Er sagte, dass er den Gerüchten um den Spuk "bis zu einem gewissen Grad" zustimme. In dem Museum gebe es "unruhige Objekte".

Das British Museum wurde 1753 gegründet und später im Montagu House eröffnet.