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Mönkeberg: Jugendliche hören Hilferuf aus Erdloch - Einsatzkräfte legen Militäranlage frei

Loch gehört zu alter, teilweise eingestürzter Militäranlage

Jugendliche hören Hilferufe aus zehn Meter tiefem Erdloch in Mönkeberg

Die Einsatzkräfte sind seit dem späten Mittwochabend im Einsatz.
Die Einsatzkräfte sind seit dem späten Mittwochabend im Einsatz.
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Es ist eine gruselige Vorstellung: Vier Jugendliche hören am Mittwochabend plötzlich Hilferufe aus einem knapp zehn Meter tiefen Erdloch im Wald am Ölberg in Mönkeberg (Schleswig-Holstein). Sofort eilen Feuerwehr, Polizei und THW zur alten Militäranlage, zu der das Loch gehört.

Spürhunde und Sonargeräte sind im Einsatz

Michael Wilkat, Einsatzleiter der Feuerwehr Kiel, bestätigt im Gespräch mit RTL vor Ort, dass Jugendliche die Polizei am Mittwochabend alarmierten, da sie Hilferufe aus dem Loch hörten. Am Donnerstagvormittag sind Spürhunde und Sonargeräte vor Ort, um den Ursprung der Stimme zu finden. Vermisst werde laut Polizei momentan niemand.

Jugendliche drehten Video in Erdloch

Die Feuerwehr und das THW arbeiten zusammen und suchen weiter.
Die Feuerwehr und das THW arbeiten zusammen und suchen weiter.
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Die Jugendlichen sollen sich laut der Einsatzkräfte gegen 23 Uhr am Mittwochabend in dem Erdloch am Ölberg abgeseilt haben, um ein Video aufzunehmen. Als sie dann das Video noch einmal anschauten, bemerkten sie plötzlich auf den Aufnahmen einen dumpfen Hilferuf und riefen die Polizei.

Einsatzkräfte legen Gang zu alter Militäranlage frei

Das THW setzt auch Spürhunde bei der Personensuche ei
Das THW setzt auch Spürhunde bei der Personensuche ein.
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Die Einsatzkräfte graben dann das Erdloch auf und legen einen Eingang zu einem Gang frei. Auch eine Bergungsgruppe vom Technischen Hilfswerk wird alarmiert. „Es ist ein altes Militärgebiet aus dem Zweiten Weltkrieg“, so Michael Wilkat. Dort soll es damals zwölf unterirdische Öltanks gegeben haben, die miteinander verbunden waren. Verbindungswege und Leitungen sind zum Teil eingestürzt und verfallen. Das Problem: „Es gibt keinen wirklichen Plan, wie das Ganze hier mal ausgesehen hat“, erklärt der Einsatzleiter. Nachdem die Hunde keine Fährte aufnehmen konnten, wir die aufwendige Suchaktion am Nachmittag abgebrochen. (cto)