"Diagnose war ein kleiner Schock"

Klose an Thrombosen erkrankt, Trainer-Zukunft offen

Miroslav Klose
Miroslav Klose
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27. Mai 2021 - 16:44 Uhr

Die Gesundheit geht vor

Schock für Miroslav Klose. Der Fußball-Weltmeister von 2014 hat in einem Interview von Thrombosen in seinem Bein erzählt. Der Noch-Co-Trainer des FC Bayern darf derzeit keinen Sport machen. Auch seine Trainerzukunft ist nun offen – die Gesundheit geht erstmal vor.

Zwangspause für Miroslav Klose

Der angekündigte Abschied von Miroslav Klose beim FC Bayern hatte zuletzt hohe Wellen geschlagen. Zusammen mit dem Abgang von Co-Trainer-Legende Hermann Gerland verlassen zwei wohlverdiente FCBler den Verein.

Der Weltmeister von 2014 hat erst kürzlich erfolgreich die Prüfungen zum Fußball-Lehrer abgeschlossen und hatte "mehrere spannende Optionen" für die Trainer-Zukunft vorliegen. Klose war in den vergangenen Tagen auch als möglicher neuer Coach beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf gehandelt worden. Der Club verpflichtete nun allerdings Christian Preußer von der zweiten Mannschaft des SC Freiburg.

Vor drei Wochen begannen die Schmerzen

Für Klose steht jetzt eine Zwangspause an. "Eigentlich lief alles sehr gut, und ich war auch grundsätzlich schon sehr weit in diversen Gesprächen. Doch dann kam plötzlich etwas anders dazwischen, und ich muss jetzt eine unfreiwillige Pause einlegen", verriet der 42-Jährige dem "kicker".

Der Grund: zwei Thrombosen im Bein. "Es fing vor knapp drei Wochen an, dass ich auf einmal heftige Schmerzen im Bein bekam, die ich überhaupt nicht zuordnen konnte", so Klose. "Ich bin dann, kurz bevor wir mit dem FC Bayern in die Hotelquarantäne gefahren sind, zu unseren Ärzten gegangen, um mich genauer untersuchen zu lassen, da die Schmerzen im Bein immer stärker wurden. Ich hatte erst gedacht, es handle sich um einen eingeklemmten Nerv oder Ähnliches", sagte der Ex-Stürmer weiter: "Die Diagnose war dann schon ein kleiner Schock für mich."

Er sei dann "sofort medikamentös eingestellt" worden und "habe direkt Spezialstrümpfe erhalten, die ich jetzt rund um die Uhr tragen muss", sagte Klose. "Die Ärzte haben mir sehr deutlich gemacht, dass man mit dieser Situation nicht spaßen sollte."

Die Mediziner verschrieben ihm zudem absolute Ruhe. Ein Trainingskick oder die aktive Gestaltung der Übungen sind nicht drin. "Ich bin fast durchgedreht im Trainingslager. Nicht kicken oder den Spielern die Übungen vormachen zu können... einfach nichts aktiv machen zu können: Es war grausam!"

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Klose wird nicht der Assistent von Hansi Flick

Wie geht es jetzt also weiter für Klose? "Wenn ich wieder gesund bin, möchte ich alles, was ich an Erfahrungen als Spieler und Trainer beim DFB und beim FC Bayern sowie im Trainerkurs gesammelt habe, als Cheftrainer einbringen", kündigte er an. "Ich brenne darauf, meine Vorstellungen mit einer Mannschaft umzusetzen. Weiterhin Co-Trainer zu sein, fühlt sich als der falsche Weg an." Damit ist auch klar, dass Klose nicht als Co-Trainer vom zukünftigen Bundestrainer Hansi Flick zur Seite steht.

Wichtiger ist nun die Gesundheit. Die gute Nachricht: Klose betonte, dass er schon wieder schmerzfrei sei. "Ich bin in knapp zwei Wochen bei einem absoluten Spezialisten. Es sind dann vier Wochen vorbei, und ich hoffe, dass sich die bereits getroffenen Vorkehrungen als positiv herausstellen. Dann wird man auch deutlich konkreter sagen können, wie lange es dauern wird, bis ich wieder zu 100 Prozent fit bin." (msc)