Bastian Yotta als Dschungel-Motivator

"Miracle Morning": Was ist das eigentlich - und was bringt das?

15. Januar 2019 - 7:57 Uhr

Morgenritual soll Höchstleistungen aus uns herauskitzeln

"I am strong! I am healthy! And I am full of energy!" DAS ist der Ruf zum "Miracle Morning" - und gerade das wahrscheinlich bekannteste Morgenritual in Deutschland. Möchtegern-Motivations-Guru Bastian Yotta hat es im Dschungelcamp eingeführt und will seine Mitcamper so zu Höchstleistungen motivieren. Aber: Was ist der "Miracle Morning" überhaupt und kann dieses Ritual am Ende wirklich etwas bringen? Wir haben mit einer Expertin gesprochen.

So funktioniert der "Wundermorgen"

Hal Elrod
Hal Elrod präsentiert am 26.10.2018 eine Ausgabe seines Bestsellers "Miracle Morning".
© Facebook, facebook.com/yopalhal, Hal Elrod

Jeder kennt den Spruch: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und genau das hat sich der US-amerikanische Buchautor Hal Elrod zum Lebensprinzip gemacht. Elrod wurde mit Anfang 20 bei einem Autounfall so schwer verletzt, dass seine Ärzte davon ausgingen, dass er nie wieder laufen können werde. Deshalb entwickelte er für sich selbst eine Methode, die ihm half sich so zu motivieren, dass er wieder vollständig genesen konnte.

Das Grundprinzip: Widme dir selbst am Anfang des Tages eine ganze Stunde zur Selbstmotivation, auf jeden Fall vor 8 Uhr morgens. Ankerpunkte der Selbstmotivation sind dabei seine sogenannten "Life Savers": Ruhe, Bejahung, Vorstellungskraft, Bewegung, Lesen und Schreiben sollen dazu genutzt werden, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und positiv in den Tag zu starten.

Jeder Leser wird dabei aber dazu angehalten, seine ganz eigene Morgenroutine, seinen eigenen "Miracle Morning" zu gestalten und mindestens 30 Tage am Stück zu leben, so dass sie zur Gewohnheit werden.

Guru Yotta und die Dschungel-Crew?

Die "Miracle-Morning"-Technik kommt aus dem Yoga-Bereich und gilt auch als hilfreich. Aber gerade die Tatsache, dass sich die Menschen dafür eine ganze Stunde Zeit nehmen sollen, ist der ausschlaggebenede Faktor. Silvia Fauck, psychologische Beraterin und selbst Motivationscoach, ist deswegen skeptisch, was Yottas morgendliches Dschungelritual angeht: "Ich würde sagen, es macht keinen großen Sinn, was er da fabriziert."

Aber die Expertin sagt auch: "Menschen, die ein schlechtes Selbstwertgefühl haben und schon gebrochen im Dschungel ankommen, die freuen sich natürlich über so einen Guru, der sie da motiviert." Da können sich die Dschungelkandidaten aber freuen: Denn ein Yottasches "Miracle-Morning"-Training würde sie außerhalb des Dschungels über 1.000 Euro kosten!