Vom Kinder- zum TV-StarMillowitsch-Star Lotti Krekel – Tod mit 81!

ARCHIV - 28.06.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Lotti Krekel, Schauspielerin, aufgenommen bei einem Pressetermin zum Bühnenstück «Pension Schöller» im Volkstheater am Rudolfplatz. Die Schauspielerin und Sängerin Lotti Krekel ist tot. Sie starb am 11.04.2023 in den frühen Morgenstunden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Familienkreisen erfuhr. Foto: Horst Galuschka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schauspielerin Lotti Krekel ist gestorben.
hg kde, dpa, Horst Galuschka

Mit nur fünf Jahren kam die Schauspielerin Lotti Krekel zum Kinderfunk des WDR. Am 11. April 2023 berichtet der Westdeutsche Rundfunk, dass Krekel im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

Lotti Krekel verstirbt im Alter von 81 Jahren

Die Kölner Schauspielerin Hedwig Charlotte „Lotti“ Krekel ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Das habe der WDR aus dem Freundeskreis ihrer Familie erfahren. Die Deutsche Presse-Agentur vermeldet zudem, dass Krekel am 11. April in den frühen Morgenstunden verstorben sei.

Für Krekel begann ihre Karriere im zarten Alter von nur fünf Jahren – ebenfalls beim WDR. Sie kam durch einen Zufall zum Kinderfunk: Der Vater von Marius Müller-Westernhagen (74) traf Krekels Mutter, fand die kleine Lotti sympathisch und gab ihrer Mutter ein Empfehlungsschreiben für den Westdeutschen Rundfunk mit.

Ebenfalls im Kindesalter entdeckte Lotti Krekel ihre Leidenschaft für die Schauspieleri. Erste Auftritte hatte sie als Kinderdarstellerin zum Beispiel in „Peterchens Mondfahrt.“ Nachdem sie 1958 ihre Mittlere Reife absolvierte, folgten Rollen wie in „Die spanische Fliege.“ Irgendwann flatterte ein Telegramm in die Schule: Willy Millowitsch (†90) wollte sie für die Rolle eines jungen Mädchens engagieren. Die Fernsehübertragungen seiner rheinischen Schwänke erreichten in der Nachkriegszeit Einschaltquoten von bis zu 85 Prozent. So wurde Krekel zur bekanntesten Kölnerin der Nachkriegszeit. Lotti Krekel spielte so oft an der Seite von Willy, dass man sie sogar die „Millowitsch-Tochter“ nannte. „Ich hab mir den Mund fusselig geredet, weil ich immer wieder gesagt habe: ‘Nein, ich bin nicht die Tochter von Millowitsch. Der hat drei eigene Töchter,’“ wird sie von der DPA zitiert.

Mit ihrer zweiten Leidenschaft prägte sie den Kölner Karneval

Ein Journalist soll dann die Nachricht veröffentlicht haben, dass sich Lotti Krekel ein Kind wünsche und dafür „einen Mann für eine Nacht suche“ – im Alleingang und ohne Absprache mit der Schauspielerin. Daraufhin brach Millowitsch mit ihr. „Ich bin nach Hause gegangen und hatte nichts. Absolut nichts“, so Krekel.

Ihr zweites Standbein wurde der Schlager: Denn neben der Schauspieleri sang Lotti Krekel gern – und prägte so auch den Kölner Karneval. Im Dezember 1969 trat sie mit dem Lied „Ne Besuch im Zoo“ auf, das das erste erfolgreiche Lied des Komponisten Hans Knipp war, der vor allem für seine Karnevalslieder bekannt war.

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Lotti Krekel hinterlässt ihren Ehemann Ernst Hilbich

Krekel spielte später auch in vielen TV-Produktionen mit, etwa in der WDR-Serie „Die Anrheiner“, der RTL-Reihe „Sylter Geschichten“ oder dem ARD- „Tatort.“ Bei einer Theaterproduktion lernte sie ihren Mann kennen, den Schauspieler Ernst Hilbich (92). „Im Nachhinein“, sagte sie, „war dieser schlimme Artikel ein Segen, denn sonst wäre ich sicher für immer bei Millowitsch geblieben.“ 27 Jahre lang lebte Lotti Krekel mit ihrem Partner Ernst Hilbich (92) in einer „wilden Ehe“, bevor die beiden 2003 heirateten.

Auch in ihren späteren Lebensjahren trat Krekel vereinzelt noch auf. Denn „Aufhören? Das kann man als Schauspielerin nie!“ Laut dem WDR lebte sie vor ihrem Tod in Köln-Marienburg. Ihre Todesursache ist bisher noch nicht bekannt. (cre/dpa)