F1-Wegbegleiter schwärmen von seiner Detail-Liebe

Michael Schumachers Philosophie: Alles geben, um alles zu gewinnen

13. September 2021 - 14:32 Uhr

"Das wurde sein Mantra"

"Ich war permanent am Limit und habe hart gekämpft", sagte Michael Schumacher einst über den WM-Kampf 1994 im australischen Adelaide gegen seinen Rivalen Damon Hill. Und doch steht diese Aussage eigentlich für seine komplette Motorsport-Karriere, wie die Netflix-Dokumentation "Schumacher" zeigt. Sein Biograph, James Allen, bringt die Einstellung des Formel-1-Rekordweltmeisters darin auf den Punkt: "Er hatte bereits sehr früh in seiner Karriere erkannt, dass man nur das zurückbekommt, was man hineinsteckt. Und das wurde sein Mantra." Ein neuer Auszug aus der Doku – oben im Video.

Michael Schumacher, der Perfektionist

In dem Film, der ab dem 15. September zum Streamen zur Verfügung steht, sprechen neben seiner Familie – Frau Corinna, Tochter Gina und Sohn Mick – auch diverse Motorsport-Wegbegleiter des Deutschen über Schumacher. Und über seine außergewöhnlichen Fähigkeiten – sportlich wie privat.

"Im Auto musste alles perfekt sein. Er schenkt den Kleinigkeiten sehr viel Aufmerksamkeit und verlangt, dass wir dasselbe tun", erinnert sich sein ehemaliger Ferrari-Mechaniker Gianluca Pilot.

VIDEO - So emotional wird die "Schumacher"-Doku

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Mick Schumacher würde alles geben für F1-Gespräch mit seinem Papa

"Und auch bei Menschen hatte er ein unglaubliches Auge für Details. Diese Liebe zum Detail widmete er jedem von uns. Für ihn war sowohl das Auto als auch das Team wichtig. Jeder einzelne", so sein Ex-Mechaniker weiter.

Genau das machte Schumacher aus. Bei all seinem wahnsinnigen Ehrgeiz blieb er in der Garage immer auch der Mensch Michael. Und dieser kannte nur ein Ziel: Er wollte gewinnen. Alles: "Es ist wie ein Krieg: Gibst du nicht absolut alles, wirst du nicht gewinnen. Das ist die Philosophie von Michael Schumacher."

Auch sein Sohn Mick Schumacher würde alles geben – dafür, sich heute mit seinem Papa über seine Formel-1-Karriere zu unterhalten: "Da denke ich mir, das wäre so cool. Das wäre es jetzt. Ich glaube, dass Papa und ich uns jetzt in einer anderen Weise verstehen würden. Einfach, weil wir jetzt in einer ähnlichen Sprache sprechen. In der Motorsportsprache." (ana)