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Mexiko: Drogenboss El Mencho ist "gefährlichster Kartellchef der Welt"

Mexikos Drogenboss El Mencho
El Mencho, der mit bürgerlichem Namen Nemesio Oseguera Cervantes heißt, ist Mexikos mächtigster Drogenboss.

Zweifelhafte Ehre für Boss der mexikanischen Unterwelt

Den Begriff "lebende Legende" hat dieser Mann ganz sicher nicht verdient. Eine zweifelhafte Ehre wird El Mencho allerdings trotzdem zuteil. Amerikanische und mexikanische Drogenbekämpfer sehen in dem Drogenboss den "mächtigsten und wohl gefährlichsten Kartellchef der Welt", berichtet die "Daily Mail".

1,4 Millionen Euro Kopfgeld für El Menchos Ergreifung

El Mencho, der mit bürgerlichem Namen Nemesio Oseguera Cervantes heißt, tritt damit in die Fußstapfen von Joaquín "El Chapo" Guzmán: Bis zu seiner Festnahme vor zweieinhalb Jahren galt der damalige Chef des Sinaloa-Kartells als mächtigster Akteur der mexikanischen Unterwelt.

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft hat ein Kopfgeld in Höhe von 30 Millionen Pesos (1,4 Millionen Euro) auf El Mencho ausgesetzt. Der 52-Jährige ist Boss des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, das innerhalb weniger Jahre dem von internen Kämpfen geschwächten Sinaloa-Kartell den Rang abgelaufen hat.

Das Kopfgeld erhalte, wer Informationen liefere, die zu El Menchos Festnahme führten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Militärhubschrauber mit Raketenwerfer abgeschossen

Vor seiner "Karriere" als Kartellchef dealte El Mencho eher gelegentlich mit Drogen und arbeitete als Polizist. Er besitzt eine ganze Armee von äußerst loyalen Anhängern, die bis an die Zähne bewaffnet sind und als Killer durchs Land ziehen. Die Bande greift auch immer wieder staatliche Sicherheitskräfte an. Ihre Mitglieder schossen sogar einen Militärhubschrauber mit einem Raketenwerfer ab.

Ein kleiner vermeintlicher Trost bleibt El Chapo, der in den USA in Haft sitzt und auf seinen Prozess wartet, dann doch: Das Kopfgeld auf El Mencho ist gerade mal halb so hoch wie jenes, das seinerzeit für El Chapos Ergreifung versprochen wurde.

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