Langsamer Wandel

Mehr Frauen in Führungspositionen, dennoch immer noch unterrepräsentiert

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1. August 2019 - 8:06 Uhr

Zahl der Frauen in Vorstandsposten steigt

Es ist ein langsamer und mühsamer Wandel und ein Kampf für viele Frauen: Gleiche Rechte wie Männer – in jeglicher Hinsicht, auch auf der Arbeit. Doch es ist ein Fortschritt zu erkennen: Die Zahl der Frauen in der Vorstandsetage börsennotierter Unternehmen in Deutschland ist zum achten Mal in Folge gestiegen.

Männer geben aber immer noch den Ton an

Laut einer Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY, gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres 61 Topmanagerinnen in den 160 Unternehmen aus den Börsenindizes Dax, MDax und SDax. Der Frauenanteil stieg auf den Höchstwert von 8,7 Prozent.

Dennoch geben Männer immer noch den Ton an, denn 640 der 701 Vorstandsmitglieder sind männlich, zwei von drei Unternehmen werden ausschließlich von männlichen Managern gelenkt.

Kleiner Fortschritt, langsamer Wandel

Dass es derzeit nicht mehr Topmanagerinnen in Führungspositionen großer Konzerne gibt, läge daran, dass es anders als für Aufsichtsräte keine gesetzliche Frauenquote gibt, so EY-Experte Markus Heinen: "Wenn die Zahl der Frauen in den Vorstandsgremien weiter so langsam steigt wie im ersten Halbjahr dieses Jahres, wird es bis zum Jahr 2048 dauern, bis ein Drittel der Vorstandsposten mit Frauen besetzt ist".

Durch die nicht vorhandene Frauenquote sei der Druck ebenfalls nicht so groß, Vorstandsposten mit Frauen zu besetzten.