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Meerjungfrau in Japan? Forscher lösen Rätsel um mysteriöse Mumie

Forscher sorgen endlich für Klarheit

Rätsel gelöst! DAS steckt wirklich hinter der Mumien-Meerjungfrau

Mumifizierte Meerjungfrau in Japan.
Sie sieht aus wie ein Mensch - doch hat sie untenrum etwa einen Fischschwanz? Das hat es mit der mysteriösen Mumien-Meerjungfrau auf sich.
Kinoshita Hiroshi via Pen News

Na, was hat es denn nun mit der unheilvollen Kreatur mit den spitzen Zähnen und dem haarigen Kopf auf sich? Nachdem die mysteriöse Mumien-Meerjungfrau noch einmal gründlich von japanischen Forschern untersucht wurde, gibt es endlich Klarheit.

Von wegen Meerjungfrau!

Vor einiger Zeit entdeckt Hiroshi Kinoshita, Vorstandsmitglied der Okayama Folklore Society, die rund 30 Zentimeter große Meerjungfrau- Mumie in einer Kiste in einem Tempel in der Präfektur Okayama (Japan). Takafumi Kato, ein Paläontologe an der Kurashiki University of Science and the Arts, und sein Forscherteam haben die Herkunft der mysteriösen Gestalt jetzt ein für alle Mal untersucht, wie Live Science berichtet.

Bis auf die fischartige untere Körperhälfte könnte man tatsächlich meinen: Hier liegt doch ein mumifizierter Mensch vor uns! Aber: Was Fischer angeblich vor fast 300 Jahren aus dem Pazifischen Ozean gefischt haben wollen, ist in Wirklichkeit keine echte Meerjungfrau – sondern ein Affentorso, der an einen Fischschwanz genäht wurde. Möglicherweise wurde er zusätzlich noch mit Haaren und Nägeln eines Menschen verschönert.

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Attraktion für westliche Touristen

Man geht davon aus, dass diese Art von Fake-Meerjungfrauen von Einheimischen „hergestellt“ wurden, um sie an neugierige westliche Touristen zu verkaufen. Eine ähnliche Fälschung, bekannt als Feejee Meerjungfrau, wurde zum Beispiel im frühen 19. Jahrhundert in Japan an holländische Reisende verkauft, die ihre kuriose Errungenschaft wiederum an britische Kaufleute weiterverkauften. Und wo ist die Gestalt am Ende gelandet? In den USA, in der berühmten Sammlung von P.T. Barnum, die reale Inspiration hinter dem Hollywood-Streifen „The Greatest Showman“. Diese besagte Figur war etwa 90 Zentimeter groß und man geht davon aus, dass sie aus dem Körper eines Orang-Utans und dem Schwanz eines Lachses zusammengeschustert wurde. (vdü)

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