Neue Studienergebnisse

Medien-Multitasking soll sich negativ auf Gehirnleistung auswirken

Gleichzeitig mit dem Handy und Fernsehen beschäftigen ist schlecht für's Gehirn - das behaupten zumindest Forscher.
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30. Oktober 2020 - 7:10 Uhr

Gleichzeitig Fernsehen und Smartphone: Schlecht für's Erinnerungsvermögen

Läuft im Hintergrund der Fernseher, während Sie diesen Artikel lesen? Dann sollten Sie das TV-Gerät unbedingt ausschalten, wenn Sie ihre Gehirnleistung erhalten wollen. Das ist zumindest die Empfehlung von Experten, die in einer Studie zu Medien-Multitasking herausgefunden haben, dass die gleichzeitige Beschäftigung mit Fernseher und Smartphone das Gedächtnis negativ beeinträchtigt.

Probanden auf Erinnerungsvermögen getestet

Das moderne Leben schreibt vor, dass man zwei, drei oder vier Dinge gleichzeitig tun sollte, um bestmöglich durch die To Dos des Alltags zu kommen. Aber neue Forschungserkenntnisse besagen das Gegenteil, zumindest wenn es um die gleichzeitige Nutzung von Medien geht. Eine im Wissenschaftsmagazin "Nature" erschienene Studie hat die Aufmerksamkeitsspanne von jungen Erwachsenen getestet. Dabei wurde die Hirnleistung von 80 jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren untersucht.

Den Testpersonen wurde eine Reihe von Objekten auf einem Bildschirm gezeigt und sie wurden gebeten, sie nach ihrer Attraktivität oder Größe einzuordnen. Nach einer zehnminütigen Pause wurden die Objekte erneut auf die Leinwand gebracht und die Probanden gefragt, ob neue Motive hinzugefügt worden waren.

Aufmerksamkeitsverlust lässt sich auf Medien-Multitasking übertragen

Die Reaktionen des Gehirns und der Augen wurden gemessen, während die Testpersonen versuchten sich an die Objekte zu erinnern. Dabei wurden Aufmerksamkeitsverluste festgestellt, die mit einem Fragebogen zur alltäglichen Aufmerksamkeit und medialem Multitasking abgeglichen wurden. Den Forschern zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen diesen Bereichen.