Nach dem Europa-League-Finale

Mindestens 70 rassistische Beleidigungen gegen United-Star Rashford

Marcus Rashford wurde wieder einmal aufs Übelste beleidigt.
Marcus Rashford wurde wieder einmal aufs Übelste beleidigt.
© Pool via REUTERS, KACPER PEMPEL, jb

27. Mai 2021 - 15:52 Uhr

"... viel Glück beim Versuch"

Stürmer Marcus Rashford vom englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United ist nach der Niederlage im Europa-League-Finale in den Sozialen Medien erneut rassistisch beleidigt worden. "Mindestens 70 rassistische Beleidigungen" seien bislang gezählt worden, schrieb der 23-Jährige auf Twitter: "Für diejenigen, die daran arbeiten, dass ich mich noch schlechter fühle, als ich es ohnehin schon tue, viel Glück beim Versuch." Formel-1-Champion Lewis Hamilton sprang seinem Landsmann zur Seite.

Ein Mathelehrer mit einem offenen Profil

Er sei "schockiert, dass einer der Täter, der einen Berg von Affen-Emojis in meinem Postfach hinterlassen hat, ein Mathelehrer mit einem offenen Profil ist", fügte Rashford wenig später hinzu: "Er unterrichtet Kinder!!! Und weiß, dass er ohne Konsequenzen rassistisch beleidigen kann." Der Klub verurteilte auf Twitter die "schändlichen rassistischen Beschimpfungen".

Rashford, der kurz zuvor mit den Red Devils im Elfmeterschießen gegen den FC Villarreal verloren hatte, wurde nicht das erste Mal in den Sozialen Medien rassistisch beleidigt. Zuletzt hatte sich der englische Fußball mit anderen Sportverbänden zu einem Boykott zusammengeschlossen, um Social-Media-Unternehmen aufzufordern, eine stärkere Haltung gegenüber rassistischen Beleidigungen einzunehmen.

Hamilton: "Das ist unverzeihlich"

Prominente Unterstützung bekam Rashford von Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton. "Sich hinter Bildschirmen zu verstecken und andere rassistisch zu beleidigen, ist unverzeihlich. Das sind keine echten Fans und sollten für ihre Taten verantwortlich gemacht werden. Bleib stark und stolz, Marcus Rashford, wir stehen alle hinter dir. (tno/msc/sid)