Rocker im Fokus der Ermittler

Sechs Verletzte nach Schüssen vor Gaststätte in Mannheim

Ermittler arbeiten vor der Gaststätte in Mannheim, in der mehrere Menschen durch Schüsse verletzt worden sind.
Ermittler arbeiten vor der Gaststätte in Mannheim, in der mehrere Menschen durch Schüsse verletzt worden sind.
© deutsche presse agentur

25. September 2021 - 16:12 Uhr

Den Schüssen ging ein Streit voraus

Erst war es nur ein Streit, dann zog einer der Beteiligten eine Waffe: Vor einer Gaststätte in Mannheim sind in der Nacht zu Samstag sechs Menschen angeschossen worden. Sie wurden in umliegende Kliniken gebracht, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag mitteilten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehe bei keinem von ihnen Lebensgefahr.

Polizei gründet Ermittlungsgruppe "Jacob"

Kurz vor Mitternacht habe sich vor der Gaststätte im Stadtteil Waldhof zunächst ein Streit zwischen mehreren Personen entzündet. Einer der Männer soll eine Waffe gezogen und auf seine Kontrahenten geschossen haben. Dabei seien sechs Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 35 und 45 Jahren verletzt worden.

Die Polizei ermittle jetzt im Rockermilieu, heißt es. Daran beteiligt sei die Staatsanwaltschaft Mannheim sowie eine am Samstag eigens gegründete Ermittlungsgruppe mit Namen "Jakob" Dieser Gruppe gehören den Angaben zufolge 20 Beamte an. Der mögliche Bezug ins Rockermilieu ergebe sich daraus, dass während der Tat ein für diese Szene typisches Motorrad vor dem Lokal gestanden habe, hieß es. Nach der Tat sei mindestens ein Unbekannter in einem dunklen Auto vom Tatort geflüchtet, sie die Behörden.

Fahndung blieb bisher erfolglos

Eine sofort eingeleitete Fahndung sei zunächst jedoch erfolglos geblieben. Die Hintergründe der Tat seien noch unbekannt.

Ob eine oder mehrere Personen die Schüsse abgegeben haben, war zunächst unklar, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Kräfte in Mannheim werden bei der Sicherung und Auswertung von Spuren von Experten des Kriminaltechnischen Instituts am Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) unterstützt, teilte die Polizei weiterhin mit. (dpa)