Bus als Corona-Hotspot?

Mindestens 30 Schüler und Kita-Kinder stecken sich mit Corona an - vermutlich auf einer Busfahrt

War das der Ort der Ansteckung? Im Bus stehen die Schul- und Kitakinder oft dicht aneinander gedrängt.
War das der Ort der Ansteckung? Im Bus stehen die Schul- und Kitakinder oft dicht aneinander gedrängt.
© deutsche presse agentur

21. September 2021 - 11:18 Uhr

Kreis rechnet mit noch mehr positiven Laborbefunden

Auffallend viele Schüler und Kindergarten-Kinder haben sich im hessischen Main-Kinzig-Kreis – im Raum Schlüchtern – mit dem Coronavirus infiziert. Die große Zahl der Neuinfizierten ist vermutlich auf eine gemeinsame Quelle zurückzuführen: eine Busfahrt. Der Kreis meldete bis Montagmittag bereits 30 positive Schnelltests an Schulen und geht von weiteren positiven Laborbefunden in den kommenden Tagen aus.

Landkreis warnt: Bitte Kinder testen und zuhause lassen!

Die betroffenen Schulen und Kitas liegen entlang einer Buslinie, so liegt es nahe, dass sich die Kinder im Bus angesteckt haben. "Ein großer Teil der Kinder besucht die Bergwinkel-Grundschule", erläuterte Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Schüler und Eltern der betroffenen Schulen und Kitas seien informiert. Der Kreis machte sie mit einem Brief am Sonntag nochmals darauf aufmerksam, dass "die klare Empfehlung gilt, Kinder mit Erkältungssymptomen so rasch wie möglich testen zu lassen und wie schon immer in dieser Pandemie symptomatische Kinder nicht in die Schule zu schicken".

Auch Pendler können betroffen sein - Außmaß noch ungewiss

Nicht nur die Kinder, auch andere Pendler, die die Busse der Linien MKK 90, MKK 91, MKK 95 oder MKK 98 vergangene Woche genutzt haben, werden nun vom Main-Kinzig-Kreis aufgerufen, sich bei Erkältungssymptomen auf das Coronavirus testen zu lassen und vorsorglich Kontakte zu reduzieren, bis ein negatives Ergebnis vorliegt.

"Wir können nicht ausschließen, dass es auch noch andere Übertragungswege, eine Weiterverbreitung innerhalb oder außerhalb der Einrichtungen oder gar Infizierte in weiteren Schulen oder Kitas gegeben hat, die bisher noch nicht im Zusammenhang mit diesem Ausbruchsgeschehen standen. Das wird sich erst im Laufe der Woche klären lassen. Wir informieren jede betroffene Einrichtung umgehend und empfehlen jeweils die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen für die gesamte Schulgemeinde", so Susanne Simmler.

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Wegen des Infektionsgeschehens wird nun die Maskenpflicht in den betroffenen Schulen fortgesetzt - und auch der Schnelltest steht auf der Tagesordnung für die Schüler.
© dpa, Daniel Bockwoldt, dbo cul

Bisher sind konkret betroffen: die Stadtschule, die Bergwinkel-Grundschule, die Grundschule in Vollmerz, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, die Kinzig-Schule und die Heinrich-Hehrmann-Schule in Schlüchtern, die Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden-Salmünster, die Brüder-Grimm-Schule in Steinau sowie die Verbundschule Wallroth-Hintersteinau in Hintersteinau. An den neun Schulen, die die betroffene Buslinie anfährt, gilt weiterhin Maskenpflicht wie in den ersten beiden Wochen nach den Ferien und die Pflicht eines täglichen Schnelltests.(gmö)