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Mädchen in Dresdener Kita missbraucht: Pädagoge Lukas B. angeklagt

Er soll sich an kleinen Mädchen vergangen und die Taten gefilmt haben

Dresden: Kita-Pädagoge Lukas B. wegen schweren Kindesmissbrauchs angeklagt

Beschuldigter Kita-Pädagoge Lukas B.
Der Beschuldigte Lukas B. arbeitete seit 2018 in der Kindertagesstätte.
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Pädagoge muss sich in Dresden vor Gericht verantworten

Die Staatswaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen den 27-jährigen Pädagogen Lukas B. Ihm wird unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in 12 Fällen und sexueller Missbrauch von Kindern in 16 Fällen vorgeworfen.

Kita-Mitarbeiter soll Taten gefilmt haben

Der 27-Jährige Täter war seit April 2018 in der städtischen Kita „Abenteuerland“ in Dresden-Strehlen als pädagogischer Mitarbeiter angestellt. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Dresden wird ihm nun zur Last gelegt, dort im Rahmen seiner Tätigkeit im Zeitraum zwischen August 2018 und Oktober 2020 in insgesamt 20 Fällen sexuelle Handlungen an sechs zu den Tatzeiten zwei- bis dreijährigen Mädchen vorgenommen zu haben.

Belastend kommt hinzu, dass der Beschuldigte viele seiner Taten heimlich gefilmt oder fotografiert haben soll. Wie Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt mitteilte, wurde der Beschuldigte bereits am 28.Januar 2021 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Hinweise von Eltern setzten Ermittlungen in Gang

Eltern wandten sich im Oktober vergangenen Jahres mit Hinweisen an die Polizei, welche daraufhin die Ermittlungen aufnahm. Wie „Tag24“ berichtet, stellte die Kita-Leitung den Beschuldigten sofort frei, nachdem sie von der Kriminalpolizei informiert worden war. Die Eltern aller Kita-Kinder erhielten einen Brief: Darin wurden sie dazu aufgefordert, Auffälligkeiten zu berichten. Zusätzlich hierzu sei ein Kinderschutzbeauftragter eingeschaltet worden.

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Missbrauch in der Kita: Lukas B. war offenbar nicht zum ersten Mal auffällig

Lukas B. missbrauchte wohl nicht zum ersten Mal. Das konnten die Ermittler anhand gesicherten Materials des Beschuldigten feststellen. Ihm wird zur Last gelegt, im Zeitraum zwischen Juli 2013 und August 2015 in acht Fällen sexuelle Handlungen an einem ihm bekannten, zu den Tatzeiten acht- bis zehnjährigen Mädchen in Dresden vorgenommen zu haben. Auch in diesem Fall solle er die Taten heimlich gefilmt haben. (mne)