Diese Gewaltverbrechen inspirierten Fritz Lang zu seinem Klassiker

M - Eine Stadt sucht einen Mörder: Diese echten Morde stecken hinter dem TVNOW Original

27. Februar 2019 - 12:07 Uhr

Reale Verbrechen als Inspiration

1931 veröffentlichte Fritz Lang seinen Film "M – Eine Stadt sucht einen Mörder". 2019 folgt nun das Serien-Remake als TVNOW ORIGINAL und ist mit seinen Themen um Hass und Angst in der Gesellschaft immer noch aktueller. Die Geschehnisse im Film sind nicht nur reine Fiktion: Sie basieren auf zahlreichen realen Verbrechen.

Der Vampir von Düsseldorf

Für Fritz Lang gehörte das Zeitunglesen zur täglichen Routine. So wurde er auf den Serienmörder Peter Kürten aufmerksam, der im Jahr 1929 durch mindestens acht Morde das Rheinland in Angst und Schrecken versetzte. Die Presse gab ihm damals den Spitznamen "Vampir von Düsseldorf", weil er das Blut einiger seiner Opfer getrunken hat. Kurz nach Fertigstellung des Drehbuchs im Mai 1930, wurde Peter Kürten verhaftet - nur drei Wochen nach dem Todesurteil wurde "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" im Mai 1931 uraufgeführt.

Kein einziger M - und dennoch immer wieder gleich

Doch Peter Kürten war nicht das einzige Vorbild: Auch andere Serienmörder dienten als Vorlage für den Film:

  • Carl Großmann - "Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof" (1918-1921: 3 nachgewiesene, 23-100 vermutete Morde)
  • Karl Denke - "Papa Denke" (1903-1924: 31 Morde)
  • der Mord an den Schwestern Fehse (1926, nicht aufgeklärt)
  • der Fall Fritz Haarmann "Der Kannibale von Hannover" (1918-1924: Tötete 24 Männer zwischen 10 und 22 Jahren)

Erschreckend: Lang erkannte schon damals "sonderbare Übereinstimmungen" aller Fälle. Er schrieb in "Die Filmwoche" (Mai 1931), dass mit jedem Mörder auch immer wieder "die entsetzliche Angstpsychose der Bevölkerung, die Selbstbezichtigung geistig Minderwertiger, Denunziationen, in denen sich der Haß und die ganze Eifersucht entlud" aufkamen.

Das Remake ist als TVNOW ORIGINAL aktueller denn je

Im Remake, das als exklusives TVNOW ORIGINAL erscheint, greift Regisseur David Schalko mit Moritz Bleibtreu, Verena Altenberger und Lars Eidinger viele Ideen von einst wieder auf. Dabei zeigt er auf alarmierende Weise, wie zeitlos diese Themen auch fast 90 Jahre nach Fritz Langs ursprünglicher Geschichte noch sind - ab 23.2. nur auf TVNOW.