Tagesgäste in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin verboten

Lübecker Bucht: Strände voll - Ostsee-Abschnitte gesperrt

In der Lübecker Bucht wurden erste Strandabschnitte gesperrt.
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18. Juli 2020 - 17:21 Uhr

Strandabschnitte in der Lübecker Bucht vorübergehend gesperrt

Das schöne Sommerwetter hat am Samstag wieder zahlreiche Menschen an die Ostseestrände in Schleswig-Holstein gezogen. Mit Auswirkungen in den beliebten Urlaubsorten Scharbeutz und Haffkrug in der Lübecker Bucht: Dort sind gegen Mittag die ersten Parkplätze und Strandabschnitte vorübergehend gesperrt worden, weil es nicht mehr genügend freie Plätze für die Gäste gab. Das ging aus den Informationen der Internetseite www.strandticker.de hervor.

Zudem bleiben Tagesgäste aus anderen Bundesländern in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin verboten, wie ein Regierungssprecher bekanntgab.

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Strandampel informiert über Andrang in der Lübecker Bucht

In der Lübecker Bucht ist Anfang Juli eine sogenannte virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände in Betrieb genommen worden. So können sich Tagesgäste rechtzeitig über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren. Die Strandampel gibt Informationen über acht verschiedene Strände. Für drei von ihnen stand die Ampel am Samstag auf gelb. Das heißt, es wird langsam eng. Die Infos kommen zunächst von Strandkorbvermietern und den Angestellten, die die Kurtaxe kassieren. Mit der Strandampel sollen die Gäste an weniger ausgelastete Strandabschnitte geleitet werden.

Die Ostseebäder Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin haben das Lenkungssystem entwickelt, damit die coronabedingten Abstandsregeln an den Stränden eingehalten werden können. Wegen des Ansturms von Tagestouristen hatte die Bürgermeisterin von Scharbeutz an zwei zurückliegenden Wochenenden den Zugang zum Ort sperren lassen.

Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin verboten

Ausflüge an die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bleiben - zumindest für diejenigen, die mit dem eigenen Auto oder dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr anreisen wollen - weiterhin verboten. Wie ein Regierungssprecher bekanntgab, bleibt das Verbot für Tagestouristen aus anderen Bundesländern noch bis mindestens Anfang August bestehen.

Am 4. August werde dann neu entschieden. Dann werde es das nächste Treffen der Landesregierung unter anderem mit Kommunen, Gesundheitsexperten und Vertretern der Wirtschaft, von Gewerkschaften und Sozialverbänden geben. Tagesausflüge nach Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen von Busreisen hatte die Landesregierung vor Kurzem  als ersten Schritt wieder erlaubt.