Pfusch-Duo spritzte Silikon

Pornostar lässt sich Hintern vergrößern und stirbt

Karissa Rajpaul (r.) träumte von einer Karriere in den USA.
Karissa Rajpaul (r.) träumte von einer Karriere in den USA.
© Facebook/Karissa Nicole Rajpaul

24. September 2021 - 16:04 Uhr

Schönheits-OPs ohne medizinische Ausbildung durchgeführt

Sie witterten mit Schönheitsoperationen das große Geschäft. Zehntausende Dollar kassierten Libby Adame (51) und Alicia Galaz (23) für Po-Vergrößerungen, die sie nie hätten vornehmen dürfen. Denn sie verfügen über keinerlei medizinische Ausbildung. Eine Pornodarstellerin bezahlte die Skrupellosigkeit des Mutter-Tochter-Gespanns aus Los Angeles mit dem Leben. Adame und Galaz wurden am Montag wegen Mordes angeklagt.

Pornostar bekam flüssiges Silikon gespritzt

Mit dem Eingriff wollte Karissa Rajpaul (26) ihre Kariere in Schwung bringen. Laut Polizei ließ sie sich im Oktober 2019 bei dem Duo ihren Po vergrößern. Ihr wurde flüssiges Silikon injiziert, das in den Blutkreislauf gelangen und Embolien verursachen kann. "Silikon darf nicht ins Gesäß oder in die Brust gespritzt werden, Punkt", erklärt der plastische Chirurg Dr. John Timothy Katzen dem Sender CBS. Es war bereits der dritte Eingriff dieser Art, den der Erotikstar dort über sich ergehen ließ.

Karissa Rajpaul kam aus Südafrika nach Los Angeles

Libby Adame und Alicia Galaz
Libby Adame und Alicia Galaz führten Schönheitsoperationen durch, ohne eine medizinische Ausbildung gemacht zu haben.
© LAPD

Als es der 26-Jährigen schlecht ging, riefen Adame und Galaz den Notruf. Doch laut Polizei machten sie sich aus dem Staub, ohne den Sanitätern Informationen über den Eingriff zu geben. Die behandelnden Ärzte wussten nichts von der Silikonspritze – Karissa Rajpaul starb in der Notaufnahme. Laut dem Sender ABC stammte sie aus Südafrika. In Los Angeles hoffte sie, in der Erotikfilmindustrie Fuß zu fassen.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Noch mehr Pfusch-Opfer meldeten sich bei der Polizei

Nach Angaben der Ermittler hat das Mutter-Tochter-Gespann seit 2012 Schönheitsoperationen von zuhause aus durchgeführt und für drei Sitzungen fast 14.000 US-Dollar (rund 12.000 Euro) verlangt. Weitere Kunden hätten sich ebenfalls an die Polizei gewendet und von Komplikationen nach den Eingriffen berichtet, heißt es. Und es könne durchaus noch mehr Opfer geben.

Mutter und Tochter sind gegen Kaution auf freiem Fuß

Mutter und Tochter wurden am 5. August festgenommen. Gegen eine Kaution von einer Million Dollar kam Adame einen Tag später auf freien Fuß; ein Gerichtstermin für sie steht noch nicht fest. Galaz, die zwei Tage nach ihrer Festnahme auf Kaution freikam, soll am 8. Dezember vor Gericht erscheinen. (bst)