"Lieber nicht regieren als falsch regieren"

Wiederholt Lindner seinen legendären Spruch?

15. September 2021 - 15:17 Uhr

Unterwegs mit Christian Lindner

Christian Lindner auf Wahlkampftour zwischen Podcasts, Plattensammlungen und Fotoshootings. Unsere RTL-Nachtjournal-Moderatorin Ilka Eßmüller hat den FDP-Vorsitzenden und Spitzenkandidaten in Hamburg begleitet. Dabei äußert er sich in unserem Video zu den derzeitigen Umfragewerten seiner Partei und nimmt auch Stellung dazu, ob es auch in diesem Jahr wieder heißen könnte: "Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren."

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"Dieser Satz war absolut richtig"

Auch für Lindner läuft jetzt die heiße Phase, um noch um Wählerstimmen unentschlossener Bürger zu werben: "Am 26. September ist mit der FDP bei der Bundestagwahl zu rechnen", ruft er circa 450 Interessierten bei einer Veranstaltung an der Elbphilharmonie zu. Weiter geht es mit einem Podcast mit einem Chefredakteur des Hamburger Abendblattes. Wegen der vielen digitalen Formate haben die Spitzenpolitiker noch mehr Termine als sonst vor der Wahl.

Dabei gehe es ihm vor allem darum, Inhalte zu vermitteln. Die FDP wolle die Schuldenbremse achten, mehr in Bildung investieren und setze auf Privatinvestitionen statt Subventionen. Er stellt aber klar: "Wer will, dass wir unsere Grundsätze über Board werfen, linke Politik unterstützen: Nein!" Da will unsere Moderatorin wissen: "Es könnte also wieder sein, dass sie sagen: Lieber nicht regieren, als falsch regieren?" Diesen Satz hatte Lindner im Jahr 2017 nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen mit der Union und den Grünen ausgesprochen.

"Wir warten mal ab"

Und Lindner bestätigt: "Dieser Satz war doch absolut richtig." Gut möglich also, dass Lindner dieser Haltung auch nach möglichen Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen vertreten wird. Nicht überbewerten will Lindner dagegen die derzeitigen Umfragewerte seiner Partei. Laut der neusten RTL-Forsa fielen die Liberalen um zwei Prozent auf insgesamt elf Prozent. "Ich würde sagen, wir warten alle mal ab", sagt er und ergänzt: "Ob die Umfragen wirklich die Stimmung abbilden, das wird man sehen."

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