Wegen Startplatz elf

Lewis Hamilton schiebt Frust: "Illusionen mache ich mir nicht"

Trübe Aussichten für Lewis Hamilton.
Trübe Aussichten für Lewis Hamilton.
© imago images/PanoramiC, FRANCOIS FLAMAND via www.imago-images.de, www.imago-images.de

10. Oktober 2021 - 8:34 Uhr

"Es gibt fast kein Vorbeikommen..."

Für Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton geht es beim Großen Preis der Türkei trotz der nach seiner Rückversetzung bestmöglichen Ausgangsposition nach eigener Aussage nur um Schadensbegrenzung. "Illusionen mache ich mir nicht", sagte der WM-Spitzenreiter: "Wenn du in einem Zug festhängst, in dem alle mit flach gestelltem Flügel fahren können, gibt es fast kein Vorbeikommen."

Kleiner taktischer Vorteil für Mercedes

Hamilton hatte zwar im Qualifying zum 16. Saisonrennen die Bestzeit erzielt, weil aber sein bereits vierter Verbrennungsmotor des Jahres zum Einsatz kommt - straffrei erlaubt sind nur drei - muss der Brite von Platz elf und damit neun Positionen hinter seinem WM-Rivalen Max Verstappen starten.

Dieser hatte es vor zwei Wochen in Russland gar vom Ende des Feldes bis auf Rang zwei geschafft. Behilflich war dem Niederländer, der nur zwei WM-Punkte hinter Hamilton liegt, der Regen in der Endphase. Auf Niederschlag hofft auch Hamilton, der 2018 in Deutschland bei wechselnden Bedingungen gar von Startplatz 14 aus triumphiert hatte. Sollte es nass sein, werde es "richtig spannend. Ich war baff, wie viel Haftung dieser Asphalt trotz nasser Oberfläche bietet", sagte der 100-malige Grand-Prix-Sieger.

Kleiner taktischer Vorteil für Mercedes: Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas belegte im Qualifying Rang zwei und "erbte" damit vom Briten den ersten Startplatz vor Verstappen. "Valtteri wird wegfahren und Lewis wird im Rennen nach vorne fahren", sagte der Red-Bull-Star bei ServusTV: "Es wird nicht einfach sein, auch Lewis hinter mir zu halten bei der Pace, die sie an diesem Wochenende haben." (tno/sid)