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Landwirte in Sorge um Ernte und Waldbrände: Wann kommt der Regen zurück?

Schleswig-Holstein Sonnen-Spitzenreiter im April

Landwirte in Sorge: Wann fällt endlich wieder Regen im Norden?

Der April war deutlich zu trocken. Die Landwirte sorgen sich um die Ernte und hoffen auf mehr Regen im Mai.
Der April war deutlich zu trocken. Die Landwirte sorgen sich um die Ernte und hoffen auf mehr Regen im Mai.
deutsche presse agentur

Im Winter schüttet es, dass die Felder Seelandschaften gleichen – im Frühling fällt über Wochen kein Tropfen Regen. Landwirte im Norden beginnen wieder einmal, sich Sorgen zu machen. Der Blick in die Zukunft dürfte da eher weniger beruhigen.

"Es wird langsam kritisch"

Nach wochenlanger Trockenheit könnten manche Wälder, Felder und Wiesen in Schleswig-Holstein dringend ausgiebigen Regen gebrauchen. Auch Gartenbesitzer hoffen auf wieder gefüllte Regentonnen und -tanks. Doch danach sieht es aktuell nicht aus. In dieser Woche soll es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) höchstens einzelne Schauer geben.

Probleme mit Trockenheit im Norden bekommen immer zuerst die sandigen Standorte. In Marschböden und den Lehmböden des östlichen Hügellands hält sich die Bodenfeuchte deutlich länger. „Es wird langsam kritisch auf den leichten Standorten“, sagte die Sprecherin der Landwirtschaftskammer, Isa-Maria Kuhn. „Wir würden uns wirklich über Regen freuen.“

Sonniger April im Norden

Davon hatte der sonst für Schmuddelwetter bekannte Norden im April tatsächlich sehr wenig. Und nicht nur wenige Regentage, sondern auch der viele Sonnenschein im vergangenen Monat trocknen die Böden weiter aus. Mit rund 235 Sonnenstunden war Schleswig-Holstein sogar die sonnigste Region bundesweit im April – und damit weit über dem Bundesdurchschnitt von 195 Sonnenstunden, wie der DWD vergangene Woche mitteilte.

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www.imago-images.de, imago images/penofoto, P.Nowack via www.imago-images.de

Nach Angaben von Achim Seidel von der Landwirtschaftskammer wirkt sich die Trockenheit sehr unterschiedlich aus. Wintergetreide und Winterraps habe bereits tiefere Wurzeln ausgebildet und sei deswegen weniger empfindlich. Für die Saat von Mais dagegen wären jetzt zwei bis drei Tage Regen mit anschließendem Sonnenschein ideal. Eine ausreichende Bodenfeuchte sei auch wichtig, damit der jetzt ausgebrachte Dünger voll wirken könne.

Fehlender Regen wirkt sich in Wäldern nicht nur auf die Wasserversorgung der Bäume aus, sondern auch auf die Brandgefahr. Auf der fünfstufigen Skala des Waldbrandgefahrenindex bewertet der DWD die Lage in Schleswig-Holstein für die kommenden Tage mit Stufe zwei. Am Montag herrschte in Teilen des Landes noch Stufe drei. Im offenen Grasland gilt für Schleswig-Holstein Gefahrenstufe drei. (dpa/nfi)