Kostenlos und anonym

Statistisches Bundesamt bietet ab sofort persönlichen Gehaltsvergleich an

29. Oktober 2020 - 10:08 Uhr

Beruf bestimmt maßgeblich Höhe des Gehalts

Die Berufswahl hängt von vielen Faktoren ab. Fest steht auf jeden Fall, dass sie maßgeblich die Höhe des künftigen Verdienstes bestimmt. In einigen Branchen gibt es feste Tarifgehälter, aber in den meisten Jobs ist die Höhe des Gehalts frei verhandelbar. Entsprechend ist es gut zu wissen, welche Durchschnittsgehälter im eigenen Beruf gezahlt werden. Das Statistische Bundesamt bietet auch dafür ab sofort einen kostenlosen Gehaltsvergleich an, der anonym durchgeführt wird.

Schätzungen des Bruttomonatsverdienstes für individuelle Profile

Wer beispielsweise zwischen einer Friseurausbildung und einer Ausbildung in Mechatronik schwankt, sollte über das Gehalt wissen: Vollzeitbeschäftigte Friseurinnen und Friseure verdienten im Jahr 2018 im Schnitt 1813 Euro brutto pro Monat, während Mechatronikerinnen und Mechatroniker mit durchschnittlich 3106 Euro fast 1300 Euro mehr erhielten.

Doch auch innerhalb eines Berufes unterscheiden sich die Verdienste stark. Einflussfaktoren wie die Branche, die Ausbildung oder die mit dem Alter gewonnene Berufserfahrung spielen ebenfalls eine Rolle. Der neue interaktive Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamtes (Destatis) berücksichtigt auch solche Faktoren und liefert dadurch individuell zugeschnittene Informationen zu den Verdiensten einzelner Berufe.

Für den Gehaltsvergleich wurden die Daten der Verdienststrukturerhebung 2018 als Grundlage genommen. Dabei werden für individuelle Profile Schätzungen des Bruttomonatsverdienstes ausgegeben. So können die Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel sehen, ob sie mit ihrer Ausbildung in einer anderen Branche mehr verdienen würden oder ob es sich lohnt, eine Meisterprüfung zu beginnen. Auch welche Berufswahl besonders vorteilhaft ist oder ob eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit angemessen bezahlt wird, kann man mit Hilfe des Gehaltsvergleichs überprüfen.

Dazu werden zunächst für Beruf, Branche, Ausbildungsabschluss und andere stellen- und personenbezogenen Merkmale die passenden Ausprägungen ausgewählt. Für das individuelle Profil zeigt die Anwendung dann den geschätzten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst an. Auch schön: Während des anonymen Gehaltsvergleichs werden keinen personenbezogenen Daten gespeichert.

Hier geht's zum Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamts.

Quelle: Destatis / RTL.de