Ihre Krankenkasse will die OP nicht zahlen

Körbchengröße 36P! Laura Howes (27) will ihre XXL-Brüste nicht mehr

06. August 2021 - 13:20 Uhr

Laura Howes leidet unter zu großen Brüsten

Laura Howes' Brüste wiegen 25 Kilo. Die 27-jährige Engländerin hatte schon in der Grundschule Körbchengröße DD - inzwischen trägt sie 36P. Der britischen Zeitung Daily Mail verrät sie, dass viele ihrer Freundinnen sie um ihre großen Brüste beneiden, doch für Laura ist es die absolute Hölle. Schon kleinstes Anstoßen führt zu Zysten, Wunden und Ausschlägen.

Wir haben Laura getroffen und mit ihr über die körperlichen und psychischen Auswirkungen ihrer XXL-Brüste gesprochen. Im Video erzählt die junge Frau, warum sie sich unbedingt eine Brust-Verkleinerung wünscht – auch wenn die OP für sie gefährlich werden könnte.

Ständige Verletzungen an den Brüsten

Ihr Oberkörper ist mit Schnitten, Reibungswunden und Ausschlägen bedeckt, die ständig bluten und sich infizieren, sowie mit Fettnekrosen, die entstehen, wenn sie mit ihren Brüsten irgendwo anstößt. Beim Scannen beim Arzt, sahen die erst aus wie Krebs.

"Ich habe meine Brüste schon in Türen eingeklemmt - sogar wenn ich mich durch eine kleine Lücke im Supermarktgang gezwängt habe - jede Art von Stoß und Beule kann das zur Folge haben."

Sie kann sich keine BHs in ihrer Größe leisten

Obwohl Laura Körbchengröße P hat, muss sie BHs tragen, die Größe 38K sind, da sie sich BHs in ihrer Größe nicht leisten kann. "Wenn ich einen in meiner Größe haben wollte, müsste ich eine Sonderanfertigung bestellen, aber die kostet 350 Pfund pro Stück", sagt sie. Durch den zu kleinen BH hat sie dauerhafte Dellen auf den Schultern, wo die BH-Träger in ihre Haut schneiden.

Ihre Brüste beeinträchtigen Lauras ganzes Leben. Sie kann keinen Sport machen, sich nur vorsichtig bewegen und ihr Freund muss ihr dabei helfen den BH anzuziehen, weil die Schmerzen sonst zu schlimm sind.

Die Hochzeitsfotografin versucht so wenig Schmerzmittel wie möglich zu nehmen, doch manchmal kann sie es einfach nicht mehr aushalten. Besonders ihr Rücken leidet unter dem Gewicht ihrer Brüste. So schlimm, dass der Schmerz bis zum Kiefer ausstrahlt.

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Ihre Versicherung will die Brustverkleinerung nicht bezahlen

Am liebsten würde Laura Howes sich die Brüste verkleinern lassen. Das Problem: Ihre Krankenkasse will die Operation nicht übernehmen, weil sie sagt, dass Lauras BMI zu hoch ist. Bei 1,70 Meter Körpergröße wiegt Laura fast 140 Kilo - 25 davon sind alleine ihre Brüste. Ihre Krankenkasse hat ihr nun vorgeschrieben abzunehmen, bevor sie die Brustverkleinerung genehmigen. Doch mit ihrer großen Oberweite kann Laura keinen Sport machen.

„Die Jungs liefen um mich herum und riefen ,Krüge’“

Doch nicht nur die körperlichen Schmerzen sind ein Grund, warum Laura Howes ihre Oberweite gerne verkleinern möchte. Dadurch, dass sie schon mit 11 Jahren Körbchengröße DD trug, wurde sie in der Schule oft gehänselt. "Die Jungs liefen um mich herum und riefen 'Krüge' und starrten mich an, und das war wirklich unangenehm. Als ich mit 16 Jahren die Schule verließ, hatte ich schon eine 34K", erzählt sie weiter.

Also sucht sie sich selbst Hilfe

Um ihr Leben endlich richtig genießen zu können und nicht einfach nur zu "existieren", wie sie es nennt, will sie die Operation jetzt selbst finanzieren. Dafür hat sie eine GoFundMe-Seite ins Leben gerufen in der Hoffnung, dass genügend Menschen Geld spenden, damit sie die Brustverkleinerung bezahlen kann. Und es scheint tatsächlich zu funktionieren: 7.425 Pfund von insgesamt 7.500 Pfund, die sie für die Operation braucht, wurden ihr schon gespendet. (mas)